Wien Reiseführer Michael Müller Verlag
UNO-City (Vienna International Centre)
(2003) ge grün dete „Europa re gion Cen tro pe“ im Vier län der eck Tsche chien,
Slowakei, Un garn und Ös ter reich, die in Zukunft ver kehrstech nisch, wirt -
schaftlich und kul turell im dop pel ten Wortsinne „zu sam menwach sen“ soll.
UNO-City (Vienna International Cen tre)
Das Vienna International Centre, auch Uno-City genannt, wurde zwischen
1973 und 1979 eben so wie das benachbarte Austria Center nach Plänen
von Johann Staber er baut. Es ist neben New York, Genf und Nairobi einer
der vier Amts sitze der Ver einten Na tionen und seit August 1979 Sitz einer
Reihe von UN-Orga ni sa tionen, da runter die Inter na tio nale Atom -
energiebehörde (IAEO) oder die Or ga ni sa tion für in dus trielle Ent wick -
lung (UNIDO). Im Rahmen ei ner Füh rung erfährt man Grund sätz li ches
über die Arbeit der Welt or ga ni sa tion und at me t das inter nationale Flair des
Ortes ein. Da man bei Be treten der UNO-City Ös terreich verlässt und zu -
dem ein be son ders ge schütztes Objekt auf sucht, muss man sich zuvor
durch Vor lage des Pas ses re gistrieren, kon trol lieren und sein Ge päck
durch leuch ten las sen.
Führungen durch die UNO-City Mo-Fr 11, 14 und 15.30 Uhr, 10 €. Tel. 26060-3325,
www.unvienna.org.
Donauturm und Donaupark
Hinter der UNO-City liegt der Donau park, der im Jahre 1964 anlässlich der
Wiener Internationalen Gartenschau er öff net wur de. In ihm ragt der im
selben Jahr ein geweihte, 252 m hohe Do nau turm em por. Das
herausragende Wiener Wahr zeichen wurde jüngst mit Respekt vor seinem
ursprünglichen 1960er-Jahre- Design renoviert und mit neuen Lo kalen und
Shops angereichert. Von der ver glasten Aus sichts ter rasse und dem sich
dre hen den Turmrestaurant auf 170 Höhenmetern hat man eine wun der -
bare Aus sicht auf Fluss und Stadt.
Mo-So 10-24 Uhr, Eintritt 14,50 €. Turmrestaurant Mo-So 11.30-16, 18-24 Uhr,
Turmcafé Mo-So 10-23 Uhr. An Frühjahr- bis Herbstwo chen en den Bungee jumping
( Bu chung und In fos unter www.jochen-schweizer.de).
DC Tower 1-3
Der Wolkenkratzer des fran zösischen Star architekten Do mi nique Perrault,
fei er lich eröffnet im Fe bruar 2014 , ist nicht nur das höchste Haus von
Wien, sondern der ge samten Alpenrepublik. Der dunkel ver glaste Monolith
mit sei nem cha rak te ristischen „Knick“ in der Fas sade er hebt sich gut 250
m über die Do nau und ist umwelttechnisch be trachtet am Puls der
„ smarten“ Zeit. Er bietet Raum für Büros und be her bergt die erste ös ter -
reichische Depen dance der spa ni schen Hotelkette Meliá (34, Karte ),
deren Res tau rant & Lounge im 57. und 58. Stock werk atem be rau bende
Aus sich ten zu bie ten hat. Der Name DC To wer 1 re sul tiert daraus, dass
daneben noch ein 175 m hoher Zwil lings turm in den Himmel wachsen
wird. Der seit Jahren ver scho bene Baubeginn soll nun 2019, die Ein -
weihung 2023 sein, wobei daneben schon vorher noch ein dritter DC Tower
eines anderen Architekten (DC Tower 3) von nur 100 m aufragen soll.
Immer wie der verschoben wurde auch der erste Spatenstich für die soge -
nann ten Danube Flats mit 520 Apart ments in einem 150 m hoch aufra gen -
den Wohn turm und einem Ter ras sen haus. Ob gleich eine Be fra gung der
An rai ner vor Jahren ergeben hat, dass sich viele von ihnen kein weiteres
Hoch haus in ihrer Nachbarschaft wünschen, werden diese neuen
Wolkenkratzer in ein paar Jah ren die archi tek to ni schen Highlights am
Ufer der neuen Donau sein.
Muslime in Wien: Islamisches Zentrum am (Neuen) Donauufer
Nachdem die historisch ersten Kon tak te zwischen Österreichern und Musli men -(Türkenbelagerungen Wiens im 16. u. 17. Jh., österreichische Beset zung Bos nien-Herzegowinas 1908) eher feind seliger Natur waren, setzte man bald auf friedliche Koexistenz. So wurde 1912 der Islam per Gesetz als gleich be rech tig te Re li gions ge meinschaft aner kannt, und die Stadt Wien stell te ein Grund stück zur Verfügung, auf dem eine von Kaiser Franz Joseph I. groß zügig fi nan -ziell geförderte Zentral mo schee gebaut werden sollte. Nach dem Erster Welt krieg und Zu sam men -bruch der Do naumonarchie diese Plä ne zu nichte ge macht hatten und zwischen den beiden Welt -kriegen nur noch we ni ge Mus li me in Österreich lebten, knüpf te man nach der (Ar beits-)Ein wan -de rung von Mus li men in den 1950er und 60er Jahren (derzeit le ben 400.000 Muslime in Ös ter -reich) wieder an die Idee eines islamischen Zent rums an. 1968 versammelten sich in Wien die Bot schafter von acht islami schen Län dern, um den Bau einer Moschee voran zutreiben. Die Stadt
Wien un terstützte die ses Ansinnen mit einem Grundstück nahe dem Donaupark, wo noch im Februar 1968 der Grund stein für die Mo schee gelegt wurde, de ren Bau sich frei lich aus Geld man -gel verzögern soll te. Dank einer großzügi gen Spende des damaligen Kö nigs von Saudi-Arabien kamen die Arbeiten ab 1975 aber wie der in Gang, sodass am 20. No vem ber 1979 im Beisein der ös ter rei chi schen und saudi-ara bi schen Poli t pro minenz das Islami sche Zent rum Wien eröffnet