Wien Reiseführer Michael Müller Verlag
Bratislava
Die steinernen Überreste von Carnun tum, einst Hauptlager der römischen
Pro vinz Pannonien und Aus gangs punkt für die Gründung seines gut 40
km ent fern ten Ablegers Vindobona (Wien) nebst Mu seum Carnuntinum
ver teilen sich auf dem Territorium der Ge mein den Pe tro nell-Carnuntum
und Bad Deutsch-Al tenburg, die vom Bahn hof Wien-Mit te mit der S 7
bequem zu er rei chen sind.
Archäologischer Park Carnuntum, Mitte März-Mitte Nov., 9-17 Uhr. Carnuntum-
Ticket für alle At trak ti onen 12 €, Führung durch Frei licht mu seum Petronell und Mu -
seum Carn un ti num (Sa, So, Fei 10, 12, 14, u. 15.30 Uhr) 3 € zusätzl. www.carnuntum.at.
Bratislava
Die Hauptstadt der 1993 gegründeten Slo wakischen Republik liegt gut 50
km von Wien entfernt und ist mit Auto, Bus und Bahn, Schiff, Schnellboot
und Fahr rad (auf dem Donauradwander weg) relativ schnell zu erreichen.
Sie zählt 450.000 Ein wohner und blickt auf ei ne lange ös ter reichisch-
deutsch, un ga risch und slo wakisch geprägte Ge schich te zurück. Seit der
mittelalterli chen Ansiedlung deutscher Kolonisten „Press burg“ ge nannt,
wurde sie nach der türkischen Be lagerung des Donau raums 1536 un ga -
risch und firmierte bis 1918 unter dem Namen „Poszony“.
Die Ungarn hinterließen prächtige Ar chi tekturdenkmäler , von denen viele
im Lau fe der Jahre verfallen sind bzw . ab ge rissen wurden, einige jedoch in
jüngs ter Vergangenheit renoviert und res tauriert worden sind. Fast
gänzlich ver schwunden ist das jüdische Viertel an den Hängen des
Burgbergs rund um den Fischplatz. Nachdem dessen Be woh ner in den
Konzentrationslagern der Nazis ermordet worden waren, fie len ihre Häuser
mitsamt der Synagoge in den 1970er Jahren der recht brachia len Stadt-
und Straßenplanung zum Op fer .
Die meisten Sehenswürdigkeiten des heu tigen Bratislava sind in seiner
mitt ler weile von Restaurants und Cafés be leb ten Altstadt konzentriert:
Altes Rat haus mit Stadtmu seum, Martins dom, in dem von 1563 bis
1830 die un gari schen Könige gekrönt wurden, oder das slo wakische
Nationaltheater, eine im 19. Jh. erbaute Opernbühne.
Am Rande der Alt stadt liegt exponiert auf einem Berg die Burg, in der
Lan des spra che „Hrad“ genannt. Das Wahr zeichen Bra tis lavas beherbergt