Wien Reiseführer Michael Müller Verlag

Annette Krus-Bonazza · Kapitel 209 von 309

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Wien Reiseführer Michael Müller Verlag

Bratislava

Die steinernen Überreste von Carnun tum, einst Hauptlager der römischen

Pro vinz Pannonien und Aus gangs punkt für die Gründung seines gut 40

km ent fern ten Ablegers Vindobona (Wien) nebst Mu seum Carnuntinum

ver teilen sich auf dem Territorium der Ge mein den Pe tro nell-Carnuntum

und Bad Deutsch-Al tenburg, die vom Bahn hof Wien-Mit te mit der S 7

bequem zu er rei chen sind.

Archäologischer Park Carnuntum, Mitte März-Mitte Nov., 9-17 Uhr. Carnuntum-

Ticket für alle At trak ti onen 12 €, Führung durch Frei licht mu seum Petronell und Mu -

seum Carn un ti num (Sa, So, Fei 10, 12, 14, u. 15.30 Uhr) 3 € zusätzl. www.carnuntum.at.

 

Bratislava

Die Hauptstadt der 1993 gegründeten Slo wakischen Republik liegt gut 50

km von Wien entfernt und ist mit Auto, Bus und Bahn, Schiff, Schnellboot

und Fahr rad (auf dem Donauradwander weg) relativ schnell zu erreichen.

Sie zählt 450.000 Ein wohner und blickt auf ei ne lange ös ter reichisch-

deutsch, un ga risch und slo wakisch geprägte Ge schich te zurück. Seit der

mittelalterli chen Ansiedlung deutscher Kolonisten „Press burg“ ge nannt,

wurde sie nach der türkischen Be lagerung des Donau raums 1536 un ga -

risch und firmierte bis 1918 unter dem Namen „Poszony“.

Die Ungarn hinterließen prächtige Ar chi tekturdenkmäler , von denen viele

im Lau fe der Jahre verfallen sind bzw . ab ge rissen wurden, einige jedoch in

jüngs ter Vergangenheit renoviert und res tauriert worden sind. Fast

gänzlich ver schwunden ist das jüdische Viertel an den Hängen des

Burgbergs rund um den Fischplatz. Nachdem dessen Be woh ner in den

Konzentrationslagern der Nazis ermordet worden waren, fie len ihre Häuser

mitsamt der Synagoge in den 1970er Jahren der recht brachia len Stadt-

und Straßenplanung zum Op fer .

Die meisten Sehenswürdigkeiten des heu tigen Bratislava sind in seiner

mitt ler weile von Restaurants und Cafés be leb ten Altstadt konzentriert:

Altes Rat haus mit Stadtmu seum, Martins dom, in dem von 1563 bis

1830 die un gari schen Könige gekrönt wurden, oder das slo wakische

Nationaltheater, eine im 19. Jh. erbaute Opernbühne.

Am Rande der Alt stadt liegt exponiert auf einem Berg die Burg, in der

Lan des spra che „Hrad“ genannt. Das Wahr zeichen Bra tis lavas beherbergt