Wien Reiseführer Michael Müller Verlag
Vom Heldenplatz zum Burggarten
Weltkriegs um ge stal tet. 1945 wurde noch ein Eh ren raum für den öster rei -
chi schen Wider stand gegen den Hitler-Faschis mus in te griert.
Vom Heldenplatz zum Burg garten
Durch die klassizistischen Säulen rei hen des Äußeren Burgtors schaut man
auf den Ma ria-Theresien-Platz, den wir aber zu nächst links liegen lassen,
um uns - mit einem Seitenblick auf das Bun des kan z leramt am (rechts) be -
nach bar ten Ball hausplatz und die da hinter auf ra gen de →
Minoritenkirche - dem Volks gar ten zuzuwenden. Vor dem Park ste hen
zwei von drei temporären Pa villons, die zusammen mit den bis zur Wie -
der er öffnung des ge ne ral sa nier ten Par la ments als Sitzungssäle ge nutz ten
Räum lichkeiten in der Hofburg als → De mo kratieQuartier ausgewiesen
und auf „Bürgerbesuch “ eingerichtet sind.
Botanisch und architektonisch bestechend (Volksgarten)
Im Volksgarten angelangt flaniert man zwischen in den 1820er Jahren an -
ge pflanz ten Bäu men und Blu men beeten, die sich im Früh sommer in ein
duf ten des, buntes Ro sen meer ver wandeln, pas siert man Franz-Grill par -
zer- und → Kai se rin-Eli sa beth-Denk mal so wie den schnee wei ßen The -
seus tem pel (1823), der eben falls dem Sieg über Na po leon hul digt und
innen mit wech seln den zeit ge nös si schen Kunst in stal la tionen über rascht.
Nur einige Baumreihen von Pietro No bi les griechisch-antik gehaltener
Ruh mes halle entfernt beeindruckt mit dem → Burgtheater am
Universitätsring ein außen wie innen bestechen des Bei s piel prot ziger
Wiener Ringstraßen ar chi tek tur . Gleich ne benan prunkt das 1711 von der
gleichnamigen Fürs ten familie be zogene hochbarocke → Stadt pa lais
Liechtenstein und kehrt die Crè me de la Crème aus Kunst, Wirtschaft
und Poli tik im „dis tin guier ten und ein schüch ternd ele gan ten “ (Wolfram
Sie beck) Ca fé Landt mann ein.
Vis-à-vis der „Burg“, wie der berühmte Mu sentempel kurz genannt wird,
er hebt sich das kathed ra lengleiche neu go ti sche → Rathaus, vor dem
sommers wie win ters pu bli kumswirksame Frei luft spek takel (z. B.
Christkindlmarkt, Eis traum oder Musikfilmfestival) ver an stal tet wer den.
Nur einen Katzen sprung vom Rathaus entfernt gibt das → MUSA, das
übrigens während dessen Umbauphase obendrein als Aus weich quar tier
für die Sonderausstellungen des Wien Museums fungiert, zeitge nös si schen
( öster rei chi schen) Künst lern ein Aus stel lungs fo rum und ist mit den →
Loos-Räumen eine vom Star ar chi tek ten der Wiener Mo derne
eingerichtete Wohnung zu be gutachten.
Nördlich und südlich des Rathauses kom p lettieren die im Stil der Renais -
san ce ge haltene → Universität und das neo klas sizistische → Par la ment
das rund um den Rat haus park grup pier te, wohl ein drucksvollste stä dte -
bauliche En sem ble der Ringstra ßenära.
Hinter dem gerade in Generalsanierung begriffenen „Parlamentstempel“
säumt das → Palais Epstein, ein architektoni sches Gemeinschaftswerk
von Theo phil Han sen und Otto Wagner , die hier Dr.-Karl-Renner-Ring
getaufte Pracht stra ße, die wenige Meter weiter „Burg ring“ heißt und sich
linker Hand zum Ma ria-Theresien-Platz mit → Kunst- und Na tur -
historischem Museum öff net. Wie der Name er ah nen lässt, thront zwi -
schen den beiden Neo renais sance-Pa lästen, umringt von klei nen grünen
In seln und Brunnen, die „Mut ter der Na tion “ Ma ria Theresia, de ren stei -
ner nes Abbild der Bildhauer Kaspar Zum busch 1888 dort postierte.