Wien Reiseführer Michael Müller Verlag
Peterskirche
Das 1365 auf Leinwand gebannte Bildnis von Rudolf IV ., der die Wiener
Uni ver sität gründete und den gotischen Aus bau des Stephansdoms in
Auftrag gab, ist wie eh und je der Publikumsmagnet, und die hier nach wie
vor präsentierten mit telalterlichen Schätze des Ste phans doms ziehen
besonders viele Besucher an. Allerdings stehen und hängen die alten und
heiligen Exponate nicht mehr für sich allein, sondern treten in Dia log mit
moderner und zeit ge nös sischer Pro fankunst. Sie kom mu ni zie ren etwa mit
modernen und ex pres sionisti schen Exponaten oder Wer ken der Nach -
kriegs avantgarde aus der Samm lung von Otto Maurer, der seit 1954 als
Dom pre di ger in Amt und Würden und zugleich Kunstsammler und
Gründer der Galerie St. Stephan war, und nehmen quasi Tuchfühlung mit
dem Oeuvre zeit ge nös sischer Künst ler auf. Wech sel aus stel lungen zu ge -
sell schaftlichen und religiösen The men akzentuieren das neue Selbst ver -
ständ nis des Dom Mu seum Wien, das sich als Forum für den epo chen- und
kul tur übergreifenden in ter re li giö sen Aus tausch über Gott und die Welt
ver standen wissen will.
Dom Museum Wien: Mi-So 10-18, Do 10-20 Uhr, 8 €. Stephansplatz 6, Tel. 515523300,
www.dommuseum.at.
Barocker Prunk
Peterskirche
Die Kirche wurde 1137 erst mals er wähnt und gehört damit zu den äl tes ten
Kirchengründungen der Stadt. 1399 zu nächst gotisiert, wurde sie zwi schen
1702 und 1708 im Barock stil völ lig neu er richtet und 1733 ge weiht. Das -
gold glän zende, üppig be mal te und ver zierte In nere des pracht vollen Baus,-
der die ar chitektoni sche Hand schrift von Ga bri el Montani und Jo hann -
Lukas von Hil debrandt trägt, wur de von be rühm ten zeit ge nös si schen
Künst lern wie Mi chael Rott mayr, Lo renzo Mattielli oder Leo pold Kupel -
wie ser aus ge staltet (Mo-Fr 7-20, Sa, So, Fei 9-21 Uhr).