Fechsung
Nachtrag zu Prodromos
SIMPLEX VERI SIGILLUM!
Jeder Mann weiß g a n z g e n a u, welche Art von Nahrung sein geliebter Hund braucht, um „fit“ zu bleiben, wann, wo und wie er schlafen muß, kennt es ihm sogleich an, wenn ihm irgend etwas fehlt, ja, geht sogleich in zweifelhaften Fällen zum Tierhändler, zum Tierarzt. Aber von der geliebten, zartesten Frau sagt er: „Geht ihr denn was ab? Hat sie sich zu beklagen?! Na also!“ Er forscht nicht nach, sie hat leider die S p r a c h e mitbekommen, sie, diese d e n n o c h ewig Stumme und V e r s t u m m e n d e ! Von ihrer Ernährung, von ihrer Verdauung weiß er nichts, das weiß er nur von seinem Hunde. Auch kann er nicht wegen ihr zum Tierarzt gehen, leider. Auch zum Tierhändler nicht, denn er hat sie wahrscheinlich nur von einem Menschen erhandelt. Und den trifft keine Verantwortung.
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F a s t e n : Wenn du deinem Leibe e t w a s w e n i g e r darreichst, als er benötigt, frißt er dir g e n i a l - f r e u n d s c h a f t l i c h zuerst die k r a n k h a f t e n Gewebe und das ü b e r f l ü s s i g e Fettgewebe weg. Herr Banting, Kaufherr, der Bauer Schroth, ahnten das. Aber die Ärzte päppeln dich auf wie das Mastvieh zur Viehausstellung, um von idiotischen Eltern, idiotischen Liebhabern, idiotischen Ehegatten belohnt und belobt zu werden!
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Zu mager gibt es nicht, es gibt nur zu dick!
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Die, die ü b e r m i c h lachen, werden später ü b e r s i c h weinen!
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Ich bin nicht erstaunt, daß jemand, der abends geröstete Kalbsleber oder Nierndln frißt, mir meine geliebteste Geliebte wegnimmt! Bei weichgekochtem Reis hätte er diese Untat n i c h t vollführt!
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Schmutzige und vor allem v o r s t e h e n d e Fingernägel (Krallen) sind u n n ö t i g . Belästigen wir unsere daran unschuldigen Nebenmenschen mit unseren n o t w e n d i g e n Unzulänglichkeiten, und verschärfen wir unsere o h n e d i e s p r e k ä r e Situation, in j e g l i c h e r Beziehung, nicht noch durch unnötige Belästigungen der daran völlig unschuldigen Nebenmenschen!
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Im Augenblicke, da eine geliebte Frau es uns traurig mitteilt, sie habe u n i d e a l e Brüste, hat man es ihr bereits v e r z i e h e n ; ja, sie rührt uns dann eventuell desto mehr! Nur der Pfau, der mit bereits z e r s c h l i s s e n e n Federn noch sein Rad schlägt, ist uns v e r ä c h t l i c h !
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Um gesund zu bleiben oder zu werden haben wir ganz einfach bei Tag und bei Nacht die Darmnerven zu schützen, die Magennerven, die Sexualnerven, die Gehirnnerven und die Herznerven. Und alle anderen Nerven obendrein. Freilich muß man auch Geld haben, keine Eifersuchtsqualen, und stets gerade die Frau, auf die man momentan „fliegt“! Basta.
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Ein Mensch, auch wenn er nur eine Frau ist, muß n i e ungezogen sein, n i e taktlos sein, n i e vorlaut sein, n i e geschmacklos sein, n i e roh sein, n i e grausam sein, n i e frech sein, n i e unbescheiden sein, n i e arrogant sein, n i e habsüchtig sein, n i e eitel sein, n i e kokett sein, n i e neidisch sein! Nein, wahrlich, das muß er nicht! Weshalb sind sie es also fast alle?! Weil sie keine M e n s c h e n , sondern „M e n s c h e r “ sind!
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Bei allen Dingen, die man für seine Gesundheit, seine Entmaterialisierung, sein L e i c h t - und U n b e s c h w e r t werden, unternimmt, muß man vor allem daran fast religiös g l a u b e n ! Der Skeptiker, Pharisäer, Melancholiker ist v e r d a m m t , daß alles Unternommene ihm doch n i c h t s n ü t z e! Der G l a u b e an die W a h r h e i t versetzt Berge!
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S y m p t o m e von Krankheiten, Haut-Ekzeme, beheben, statt auf die U r -U r s a c h e des Leidens tiefzubohren, ist ein feiges Manöver, für das die idiotischen Eltern, der idiotische Geliebte (meistens Gehaßte) oder der in Erwerbssorgen sich erschöpfende idiotische, angeblich liebevolle Gatte (er verdient das Geld) dem Arzt gern und dankbar bezahlen! Vogel-Strauß-Politik: man s i e h t nichts mehr von der Erkrankung. Nein, sie hat sich wegen schlechter Behandlung i n s I n n e r e zurückgezogen und lauert hier auf Rache in Form von künftigem Krebs usw.! Krankheit ist d e r N o t s c h r e i d e r b e l e i d i g t e n N a t u r! Halte ihr nicht den Mund zu! Wenn sie schon so gütig ist, zu schreien und um Hilfe dich anzuflehen!
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Ich sterbe lieber an Diarrhöe als an Verstopfung. Wer d a s nicht versteht, versteht ü b e r h a u p t n o c h n i c h t s. Und vor allem wird er v o r z e i t i g Gott sei Dank elend zugrunde gehen!
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Hippokrates: „Je mehr ihr einen kranken Organismus ernähret, desto m e h r s c h a d e t ihr ihm!“ Denn gerade zur Verarbeitung, Assimilierung f e h l t ihm im kranken Zustande die nötige K r a f t ! Man f r i ß t sich viel mehr zu Tode, als man sich zu Tode s a u f t ! Alkohol ist ein sichtbares, erkennbares, spürbares Gift, aber die W i e n e r M e h l s p e i s e n sind ein unkenntliches heimtückisches Gift, unter den verräterisch-appetitlichen Namen: Tatschkerln, Fleckerln, Wuchterln, Strudel, Erdäpfelnudel, Rahmstrudel, Dalken, Palatschinken, Omelette.
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Ein Teufelssatz: Was einem s c h m e c k t , kann einem nicht s c h a d e n ! Richtiger ist, daß, was einem n i c h t schmeckt, einem nicht schaden kann, denn man läßt es eben stehen!
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Die Katze ist, abgesehen von ihrer genialen Bewegungsanmut, ein Genie: sie heilt sich von jeder Erkrankung, sogar von Vergiftung, durch A u s h u n g e r n !
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„W i r brauchen den Mann als ‚W u r z e n ‘,“ sagte eine ganz süß Aufrichtige. „Aber wieso er u n s braucht, d a s ist mir g a n z u n v e r s t ä n d l i c h!“
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Ich entließ mein Stubenmädchen im Grabenhotel, Risa Schmied, mit folgendem Zeugnis, da sie es vorzog, die Privatwohnung des Grafen Kaltenegg zu betreuen: „Wenn Sie bei uns geblieben wären, hätte ich, als Junggeselle, den Tagen der Vereinsamung, des Alterns, der Krankheit ruhig entgegengeharrt, wie ein in Familienliebe Gebetteter! Nein, b e s s e r !“
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Du wirst es mir doch nicht ins Gesicht sagen wollen, Selbstbetrüger, daß dir Austern besser schmecken als mir mit Hunger G e s e g n e t e m dampfende Kipfelerdäpfel in der Schale mit Teschener Butter und Salz?! Gleich wird dich der „Krebs“ holen und die Leberentartung!
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Rechnen ist s o e i n f a c h; aber f a l s c h r e c h n e n, da kennt man sich dann gar nicht mehr aus.
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Fett ist besser als Mehl und Zucker. Weshalb?! Man hört früher auf, weil es einem bald widersteht. G ü n s t i g ist alles, was sich einem von selbst bald m i e s macht! Also auch die geliebte Frau!
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Ein „Pfleger“ sollte das Z a r t e s t e sein, aber er ist das „R o h e s t e “! Nur T r i n k g e l d e r können ihn noch m e n s c h l i c h machen! Aussagen von „Pflegern“ Gehör und Glauben schenken, ist das f e i g s t e , i n f a m s t e V e r b r e c h e n, das je Ä r z t e , V e r w a n d t e , G a t t i n n e n , F r e u n d i n n e n , G e s c h w i s t e r begangen haben!
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G e f ä h r l i c h sind nur die Dinge, die du auf die Dauer verträgst! Ein festes Verhältnis, die Ehe und Mehlspeisen! F e t t und die H u r e sind u n g e f ä h r l i c h !
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„Willst du nicht lieber noch auf das G l ü c k d e s H u n g e r s warten?!“ sagte der Papa zu seinem geliebten Kindchen. „Nein, Papschen, ich möchte lieber jetzt schon essen!“ Der Vater dachte: „Aus dir wird auch kein Genie!“
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Einem Patienten, der unter deiner Obhut steht, um acht Uhr abends ein ausgiebiges Schlafmittel verabreichen, Paraldehyd 20 Gramm, während im Nebenzimmer einer laut betet und Gott und die Welt zu Zeugen für irgend etwas anruft und mit Ermordung aller Schuldigen droht, ist ein f e i g e s V e r b r e c h e n von Ä r z t e n und P f l e g e r n ! Schlafmittel haben Nachtruhe zu g a r a n t i e r e n , sonst sind sie ein G i f t , ein w i s s e n t l i c h e r M o r d!
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Meine „Pfleger“ Franz Pfleger und Josef Hennerbichler waren G e n i e s der Menschenfreundlichkeit, wie Beethoven ein Genie der Töne. Aber die a n d e r n sollte man alle chinesisch foltern für ihre geheimnisvollen Verbrechen, die sie vollführen und die selbst durch T r i n k g e l d e r nicht immer verhindert werden können, a m w e n i g s t e n a b e r durch die kontrollierenden (ha, ha, ha, ha!) Ä r z t e , vulgo „ich kenn mich nix aus“!
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Der Patient einer Anstalt ist der „schreckliche Mensch“, der den Arzt Tag und Nacht hindert, ein ungestörtes ödes und friedlich-sattes Familienleben zu führen!
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Ich leide an Ekzem, Hautausschlag, Pusteln, h e i ß t : mein Körper hat die G n a d e , mir es m i t z u t e i l e n , daß etwas in ihm v e r s t e c k t t i e f d r i n n e n nicht ganz in Ordnung ist, und er macht mich daher gnädig bittend aufmerksam, durch ä u ß e r e Anzeichen, daß d r i n n e n etwas B ö s a r t i g e s sich e r e i g n e . Wenn ich aber die getreuen Sendboten dieser Meldung, Ekzem, Hautausschlag, Pusteln, v e r t r e i b e , v e r n i c h t e n lasse durch Salben, dann bin ich ein gottverlassener O c h s , der der B e s t r a f u n g durch ein gerechtes Schicksal n i c h t e n t g e h e n wird!
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Wenn die Frauen es e i n s ä h e n , daß F a s t e n eine V e r j ü n g u n g s k u r sei, würden sie sich zu Tode fasten!
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Hast du schon auf der Wiese, auf der Alm den D u f t frischen Kuhdüngers gespürt?! Er gehört gleichsam zum Duft der Erde und der Gräser! Die Kühe haben nicht das Glück, von M e n s c h e n - A l m e n dasselbe zu behaupten! Aber sie werden es einst! Hoffentlich!
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Genieße erst eine Frau, bis dich d i e S e h n s u c h t n a c h i h r v e r z e h r t! Auch hier gilt das Sprichwort: Hunger ist der b e s t e K o c h!
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Professor Sandouzy: La s u r a l i m e n t a t i o n n’est que de la s u r i n t o x i c a t i o n ! (Vergiftung.)
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Belästigen Sie mich nicht mit den Konfidenzen Ihrer g e i s t i g - s e e l i s c h e n Komplikationen! Essen Sie a u s s c h l i e ß l i c h Hafergrütze, Pommes cheeps (in dünnen Scheiben geröstete Salzkartoffeln), E i d o t t e r , Spinat, Spargel, Gervais, schlafen Sie zwölf Stunden bei w e i t g e ö f f n e t e n Fenstern, nehmen Sie morgens nüchtern einen Eßlöffel voll Rhamnin (Cortex Rhamni Frangulae) — — — und dann wollen wir weitersprechen über Ihre m e r k w ü r d i g e n seelisch-geistigen Komplikationen! Aber zuerst muß die Maschinerie in Ordnung sein! Verstanden?!
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Nach überstandenem Typhus v e r j ü n g t man sich, wenn man eben nicht zufällig daran gestorben ist, b l o ß d a r u m, weil man in der glücklichen Lage war, sechs Wochen und länger nichts e s s e n zu müssen, zu k ö n n e n ! Die Auffassung von G l ü c k ist eben v e r s c h i e d e n ; ja, die eine ist r i c h t i g und die andere u n r i c h t i g , die eine ist a n s t ä n d i g , die andere ist u n a n s t ä n d i g , die eine ist eine W e i s h e i t und die andere ist eine S t u p i d i t ä t ! V e r s c h w e n d e n ist u n r i c h t i g , u n a n s t ä n d i g und s t u p i d . Ohne t i e f s t e A n h ä n g l i c h k e i t eine Frau g e n i e ß e n wollen, ist u n r i c h t i g , u n a n s t ä n d i g und s t u p i d . Weshalb aber?! Weil sich alles mehr r ä c h t , als es dir Genuß bereitet hat, Esel! Wenn es umgekehrt wäre, hättest d u recht, und ich wär der Esel! S o a b e r bist d u e s!
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Hunger ist nicht nur der beste Koch, sondern auch der b e s t e A r z t!
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Bei Überreichung einer weißen Ledertasche mit eingesetzten grünen und rostroten und lila Lederfleckchen, an einem schwarzen dicken Seidenkordon, für P a u l a - J u - J u : Der Wert einer Sache ist eben n i c h t ihr G e l d w e r t , sondern immer nur der G r a d d e r i n n e r e n K u l t u r des Beschenkers: sein vornehm-exzeptioneller Geschmack! Nie dürfte mir eine Freundin, wenn ich reich wäre, d e n Schmuck tragen, den diese reichen U n k u l t i v i e r t e n schenken! Eine große schwarze Perle ist — — — groß und schwarz, aber schön ist sie n i c h t . Sie erweckt nur Neid und Eifersucht, ist also ein Geschenk Satans an eine Te u f e l i n e !
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Reine Hände und Füße sind gewiß notwendig und angenehm, aber noch viel, viel notwendiger und angenehmer ist ein reiner, gründlich gereinigter Darm!
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Ihr nehmt parfümierte Seifen zu zwei, drei, fünf Kronen. Aber ein Eßlöffel von R h a m n i n (Cortex Rhamni Frangulae) würde euch viel reiner und appetitlicher, froher und leichter machen, nämlich von i n n e n heraus!
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Ich bin fest überzeugt, daß Jago, Franz Moor, Macbeth, Mephisto, Hamlet, Wallenstein an Verstopfung litten!
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Das Ü b e r f l ü s s i g e und das N o t w e n d i g e — — — H ö l l e und P a r a d i e s !
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Die „Jungfrau von Orleans“ hat nie menstruiert. Die dadurch ersparten Lebensenergien verwendete sie, um F r a n k r e i c h zu erretten!
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Das tiefste Verbrechen der Ärzte in den Sanatorien ist, Schlafmittel nicht restlos a u s s c h l a f e n zu lassen, Melancholiker zur Nahrungsaufnahme mit G e w a l t z u z w i n g e n; reiche Mäzene sollten P r ä m i e n aussetzen für i d e a l e , g u t m ü t i g e , v e r s t ä n d n i s v o l l e Pfleger!
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Der Geist ist die notwendige unentrinnbare F o l g e des Leibes. Wie das Licht der Lampe die Folge von Docht, Petroleum, Luft ist. R u ß e n tut nur der Leib; der s c h l i m m e Geist, das t r ü b e Licht ist eine Konsequenz des u n g e p f l e g t e n Leibes! Der Geist brennt immer gern klar, wenn Docht, Lampe, Luft nur richtig sind! Es gibt keine „Ausnahmen“. Ausnahmen entstehen dadurch, daß man gewisse U r s a c h e n nicht e r s c h a u e n kann, obwohl sie vorhanden sind! Eine A u s n a h m e ist eben einer, dessen U r s a c h e man nicht kennt!
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Es gibt nur e i n e Wahrheit, unter v e r s c h i e d e n e n Namen. Siede alle Religionen, alle Philosophien der Welt in einem W e i s h e i t s k e s s e l aus, und es bleibt ein a l l g e m e i n g ü l t i g e r g l e i c h e r Extrakt übrig!
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Jeder bedauert seine w e i s e n E r k e n n t n i s s e. Wahrscheinlich sind sie eben weder genug weise noch genug E r k e n n t n i s s e !
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Banting war ein Kaufherr, Ludwig Kornaro ebenfalls, Schroth war ein Bauer, Prießnitz ebenfalls, Fletscher ist ein Millionär und Altenberg ist ein Dichter. Aber die Ärzte sind — — — Ä r z t e !
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Es gibt zwei Dinge, an denen man, bei v ö l l i g e r leiblicher Gesundheit, zugrunde gehen kann; unglückliche Liebe, Eifersucht und Geldkalamitäten. Das sind ja schon d r e i Dinge. Es wird also jedenfalls n o c h m e h r geben.
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Anklagen erheben gegen die v e r b r e c h e r i s c h e S t u p i d i t ä t in Sanatorien ist z w e c k l o s . Die Ärzte v e r s t e h e n n i c h t s, und die P f l e g e r sind Leute, die ihren Beruf als Fleischer und Gefängniswärter verfehlt haben! Ich erkläre jeden Menschen, der in g u t g e m e i n t e r A b s i c h t einen lieben Verwandten usw. usw. einem Sanatorium z u r P f l e g e überantwortet, für einen w i s s e n t l i c h e n M e u c h e l m ö r d e r ! Nein, für ein Rindvieh erster Klasse! Ihr Leitmotiv ist: „Sollen die Ärzte ihr Leid an ihm erleben! Ich kann keine Rätsel auflösen, er sagt, er könne ohne die Anna absolut nicht leben! Kann man ohne eine Anna nicht leben, wenn ein geliebter?! Vater dagegen ist?! Marsch, ins Sanatorium! Dort wird man dir ‚die A n n a ‘ schon austreiben!“
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Nichts ist leichter, als erkannte Wahrheiten predigen. Aber sie n i c h t z u p r e d i g e n ist eine feige Gemeinheit!
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Wüste, Steppe, Sümpfe in gesundes A c k e r l a n d verwandeln! Aber einige Hypokriten weinen um die v e r l o r e n g e h e n d e Romantik dieser Gegenden!
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„Sie wollen nicht essen, mein Herr, weil Sie v e r z w e i f e l t sind, m e l a n c h o l i s c h sind, der Nahrung nicht bedürfen?! Na, wo ist denn der Gummischlauch, durch die Nase in den Magen?! Da wird Ihnen die Verzweiflung schon vergehen, bei einer a n d e r e n !“
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Es gibt Pfleger, die „B a u c h r e d n e r “ sind, und daher j e d e m Unglückseligen das „f r e m d e S t i m m e n h ö r e n“ beibringen können! Ob sie von den „Beteiligten“ dafür b e z a h l t sind, w e i ß m a n n i c h t!
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Gebt ihnen nicht das W i s s e n ! Gebt ihnen den G l a u b e n an das Wissen! Siehe, das kann man aber eben nur den G l ä u b i g e n ! Denn in ihren H e r z e n ist bereits das Wissen, wenn es auch noch nicht ins Gehirn h i n a u f g e d r u n g e n ist. Sie w i s s e n , mit ihrem g l ä u b i g e n H e r z e n! Aber die, so weder mit dem H e r z e n noch mit dem G e h i r n e wissend werden können — — — sie sollen u n e r l ö s t bleiben ewiglich und verdammt — — — zu innerer Unrast, Unfreiheit und B ö s a r t i g k e i t !
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„Mein Herr, es ist leichter zu predigen, als es besser zu machen!“ „Ja, aber es schlechter machen und das Bessere nicht einmal zu predigen, das ist eine Infamie!“
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Arzt sein heißt, die N a t u r in ihren genial weisen Plänen unterstützen und es v e r h i n d e r n , daß man ihre geheimnisvolle Rekonstruktionsarbeit s t ö r e ! Unterstützungen der Natur sind: Restloser Schlaf bei w e i t g e ö f f n e t e n Fenstern mit Ohropax (Watte-Wachs-Kugeln) in den Ohren. Rhamnin (Cortex Rhamni Frangulae) ein Eßlöffel vor dem Frühstück. Bestäuben der ganzen Haut mit Eau de Cologne oder Menthol-Franzbranntwein vermittels einer g r o ß e n Parfümspritze, Vermeidung j e g l i c h e n Ärgers (Krebs der Seele, es frißt weg!). Leichtest verdauliche Nahrung: Weichgekochter Karolinenreis, Gervais mit Salz, j u n g e r Camembert mit Salz, harte E i d o t t e r mit Salz, Joghurt, saures Oberes, Pularde, Chapon de Styrie, Sterlett, Branzino, Spinat.
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N i c h t trinken dürfen, wenn man d u r s t i g ist, gehört zu den scheußlichsten ärztlichen Verordnungen. Freilich kannst du den Durst mit fünf Eßlöffel voll Wasser oft l ö s c h e n !
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Suppe v e r d ü n n t den Magensaft. Mehr braucht man darüber nicht zu sagen!
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Die meisten B e d ü r f n i s s e sind nur U n g e z o g e n h e i t e n !
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K o p i ö s frühstücken heißt, die im Schlafe g e w o n n e n e n Lebensenergien sofort für die Verarbeitung völlig überflüssiger Nahrung v e r s c h w e n d e n ! Das Frühstück hat ein Kultivierter nur zu m a r k i e r e n !
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Schlafmittel müssen r e s t l o s ausgeschlafen werden! Sonst wenden sie sich g e g e n den Organismus. Bei Schlafmitteln zu einer b e s t i m m t e n Zeit geweckt werden ist ein h e i m t ü c k i s c h e r Nervenmord! Siehe: Sanatorien mit g e m e i n s a m e n Schlafräumen!
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Schöne Frauen, seid n a c k t unter euren Kleidern! D i e s e s Reizmittel ist von der Hygiene g e h e i l i g t ! Keine Strümpfe, seidene Socken! Keine Höschen! Der n i c h t abgehärtete Mensch ist noch kein Mensch!
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„Hast du mich denn aber wirklich auch ein bißchen lieb, Anna?!“
„Liebster, wie könnte ich denn sonst die vielen schönen teuren Geschenke von dir annehmen?!“
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Eine k u l t i v i e r t e Frau sein heißt ganz einfach, die Milliarde unserer Lebensenergien n o c h um eine Milliarde v e r m e h r e n !
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Dies, siehe, ist vom Te u f e l : Rohe Eidotter sind g e s u n d , aber f a d !
Wie kann etwas f a d sein, das g e s u n d ist?!
Gesundheit ist das größte A m ü s e m e n t !
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Wenn ihr w ü ß t e t , wie spielend leicht der h e i l i g e M a g e n s a f t
p ü r e e f ö r m i g e Speisen durchdringt und verarbeitet, verdaut, und wie mühselig f e s t e S t ü c k c h e n — — — wenn ihr es w ü ß t e t ! Aber ihr wißt n i c h t s , zu eurem V e r d e r b e n !
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„Ich hab noch an guten Magen!“
N o c h !
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Die G e s c h m a c k s n e r v e n müssen durch die I n t e l l i g e n z ersetzt werden! Die meisten essen nach ihrem Geschmack!
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Wir sollten nicht so sehr l a n g l e b e n als k u r z s t e r b e n wollen!
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Unsere „A p p a r a t e “ haben eine himmlische Nachsicht. Sie verzeihen uns jahrelang alle unsere Infamien, Unanständigkeiten, Stupiditäten, die wir begehen. Aber endlich remonstrieren sie — — — mit K r a n k h e i t ! Da sollten wir doch endlich weise aufmerksam werden! N e i n , wir rennen zum A r z t !
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S p ä t e r ist z u s p ä t!
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Stoff w e c h s e l n ! Aber nicht nur a u ß e n , Batisthemd und seidene Socken, sondern i n n e n , i n n e n! Die innere Wäsche wird gewaschen durch „V e r b r e n n e n mit Sauerstoff und P u r g i e r e n “! Ihr aber: außen h u i , innen p f u i !
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Ich sehe eine Säuferleber und saufe d e n n o c h ! Ich sehe eine dicke Frau und heirate d e n n o c h !
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Vom G e i s t , von der Seele aus wollt ihr r e p a r i e r t werden?!? Nein, die M a s c h i n e r i e muß repariert werden! Man d e n k t anders, man e m p f i n d e t anders nach Bohnenp ü r e e wie nach Bohnen m i t der Schale!
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Man sollte jede ungezogene, lieblose, hartherzige Frau fragen, was sie denn am Abend vorher s u p i e r t habe?! Sagt sie: „Bries mit Spinat,“ dann bist du v e r l o r e n ! G i b j e d e H o f f n u n g a u f ! Aber sagt sie: „G’selchtes mit Knödel“, dann rate ihr zu: „Bries mit Spinat!“ E i n l e t z t e r V e r s u c h !
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Ich kann mir l e i d e r auf nichts mehr einbilden, seitdem diese dummen alten Griechen das Wort geprägt haben: „M e n s sana in c o r p o r e sano!“ Und außerdem waren es sogar L a t e i n e r !
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Iß schön deine Suppe! ist genial-richtig gesagt. Denn die Suppe muß die Konsistenz einer dickflüssigen S p e i s e haben, sonst v e r d ü n n t sie dir nur deinen wertvollen Magensaft, den du doch, wie du n i c h t weißt, zu Wichtigerem brauchst!
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Auch „Arteriosklerose“ kann man für zwanzig Jahre besiegen, wenn man r e c h t z e i t i g weiß, daß man sie h a t ! Nur „n i c h t w i s s e n w o l l e n“, ist eine irreparable S ü n d e !
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Sich w i e d e r h o l e n ?! Ja, man wiederhole: 2 und 3 macht 5!
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Napoleon I. soll von einer wunderschönen Frau, die ihn fast mystisch verehrte, gesagt haben: „Qu’elle se d é s h a b i l l e !“ Es gibt aber entgegengesetzte Naturen, die in einem solchen Falle mit e b e n s o l c h e r B e r e c h t i g u n g sagen könnten: „Qu’elle ne se déshabille p a s !“
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„Wann soll man also eigentlich essen, Herr von Altenberg, nach I h r e r Ansicht?!“ Erstens lassen Sie das „von“ aus, zweitens ist es nicht m e i n e Ansicht, sondern die der N a t u r s e l b s t, und drittens: B i s dir der Gedanke an eine alte Brotrinde das Wasser im Munde sozusagen zusammenlaufen macht!
„Herr von Altenberg, ist es in ‚s e x u e l l e n D i n g e n‘ vielleicht e b e n s o ?!?“ „J a , g a n z e b e n s o !“
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Der Sokrates hat den „Giftbecher leeren“ müssen wegen seiner Ansichten über das Leben, mich laden sie wegen meiner Ansichten zu „Champagner“ ein. Jedenfalls eine angenehmere, wenn auch langwierigere Todesart!
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Eine s c h r e c k l i c h e und g e f ä h r l i c h e Erkrankung für junge Mädchen ist: Ewige D e z e n t r a l i s a t i o n durch „Amüsements“. Da kann sich nämlich nichts im Innern l a n g s a m o r g a n i s i e r e n, wenn man es immer durch Äußeres s t ö r t oder u n t e r b r i c h t ! Mütter sind daher s c h a m l o s e Verbrecherinnen, die darüber e r f r e u t sind, daß ihr Töchterchen immer e r f r e u t ist! „Sie ist kopfhängerisch“ würde natürlich bedeuten: „Sie ist w e r t v o l l !“ „Sie ist lustig“ bedeutet natürlich: „Sie ist f l a c h und w e r t l o s !“
Wollt ihr nicht endlich, B e t r ü g e r und S e l b s t b e t r ü g e r , diese v e r l o g e n e n Ausdrücke: „Liebe“, „Freundschaft“ durch die heiligen Worte ersetzen: „W e i s e E r k e n n t n i s “?! Niemandem nämlich kannst du n ü t z e n wie durch w e i s e E r k e n n t n i s seiner Bedürfnisse! Mutterliebe, die das geliebte Töchterchen aus dem heiligen wertvollen, j a u n e n t b e h r l i c h e n Morgenschlaf in das Leben hineinzerrt, ist M u t t e r h a ß ! Mütter maßen sich Erziehungsintelligenz an, weil sie k o n z i p i e r t und g e b o r e n haben, zwei Vorgänge, die mit dem „ G e i s t “ n i c h t s gemeinsam haben!
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Vom „Geist“ aus müßt ihr g ö t t l i c h werden können, das heißt gerecht, gütig und wahrhaftig, ihr L ü g e t i e r e ! Es gibt keinen Ehrentitel: M a m a , man muß sich ihn erst redlich verdienen!
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Melancholiker (und welcher Kranke wäre keiner?!) in Sanatorien, wo man sowieso in g e d r ü c k t e s t e r , v e r z w e i f e l t e r Stimmung sich befindet, zu n o r m a l e r Nahrung und E i n h a l t u n g von Speisestunden zu zwingen, zumal mit Androhung k ü n s t l i c h e r Ernährung durch den N a s e n s c h l a u c h , ist eine v e r b r e c h e r i s c h e S t u p i d i t ä t, die ü b e r a l l im s o g e n a n n t e n aufgeklärten Europa, inmitten der K o n t r o l l e ?! der b ü r g e r l i c h e n G e s e l l s c h a f t ausgeübt wird, die sich über s i b i r i s c h e G e f ä n g n i s s e jedoch angenehm skandalisiert! Pfui Teufel! Ihr jesuitischen Feiglinge!
Melancholisch Bedrückte, Stoffwechsel-Verlangsamte, Brütende, Trauernde kommen mit einem M i n i m u m von einem Minimum von Nahrung aus (drei Gläser Joghurt, drei rohe Eidotter mit Salz in Suppe gesprudelt, Milchkaffee, Biskuit). Das Wort „essen“ ist in M o s t s c h ä d e l , I d i o t e n g e h i r n e eingenistet, aber das Wort „v e r d a u e n “ begreifen sie nicht! Denn sie verdauen tatsächlich alles, was sie fressen, diese G e s u n d h e i t s v i e c h e r ! Und gerade diese Untiere sollen die A b n o r m a l e n , die Kranken, verstehen?!? Die K r a n k e n sollten die G e s u n d e n internieren, damit diese an ihnen keine G e m e i n h e i t e n begehen können! Ich sah einen vormittags Bratwürstchen mit Rotkraut verzehren, infolgedessen gab ich den Verkehr sogleich mit ihm auf. Da kann nichts Gutes herauskommen, bei dieser v e r b r e c h e r i s c h e n L e b e n s f ü h r u n g!
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Wenn ich die Leute in den S a n a t o r i e n so Revue passieren lasse — — — lauter nette, feine, gescheite, ruhige, anständige Menschen! Was macht es, daß sich einer für einen Kaiser hält und eine für eine Fürstin?! Alle sind ganz normal, bis auf eine kleine, unscheinbare, fixe Idee. Aber draußen, draußen im Leben, da ist ein jeder v o l l von fixen Ideen! Der eine hat Ehrgeiz, wozu, weshalb?! Der andere will von einer g e l i e b t werden, die ihn n i c h t a u s s t e h e n k a n n . Einer stirbt vor Eifersucht wegen einer, die es nicht einmal verdiente, daß man sich ihren Namen, viel weniger ihre Adresse merke. Einer hofft, ewig begehrenswert zu bleiben; eine, ewig taufrisch! Einer glaubt e t w a s zu sein, weil eine, die n i c h t s ist und n o c h w e n i g e r, auf ihn „fliegt“! Einer läßt sich ein hellblaues Samtgilet machen mit grünen Glasknöpfen. Einer zahlt einer ein Kalbsfilet mit Spargelspitzen und ist überzeugt, bei ihr eine Eroberung gemacht zu haben. Ein anderer zahlt n o c h m e h r und ist n o c h ü b e r z e u g t e r! Die begehrten Frauen fühlen sich wie in einem Irrenhaus. Nur die begehrenden Männer nicht. Die sind zu borniert dazu. Die nehmen alles ernst. Eine junge Dame sagte zu mir: „Daß w i r die Männer brauchen, d a s begreife ich! Als idiotische Wurzen! Aber wozu sie u n s brauchen, d a s kann ich nicht begreifen!“
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Lukullus-Diner: Soupe Crême d’orge; Asperges de Eibenschitz et Pudmeritz; Bries gratiné sauce Parmesan; Zanderfilets, sauce pomo d’oro salée; Crême de framboises; poires bonne femme; Gervais, Camembert, Roquefort, Chester; Café au lait; Kurfürstlicher Magenbitter „Danziger Lachs“; das Recht, seiner schönen Nachbarin, vom servierten Kaffee an, g a n z s a c h t e u n d z a r t die Hand auf ihr Knie legen zu dürfen!
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Eine angezogene Frau hasse ich wegen ihrer K o m p l i z i e r t h e i t , und eine ausgezogene wegen ihrer P r i m i t i v i t ä t ! Wenn man einmal eine a n g e z o g e n e Frau fände, die man sich n i c h t ausgezogen wünschte, und eine a u s g e z o g e n e , die man sich n i c h t angezogen wünschte! — — — D a s wäre das G l ü c k !
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„Herr Peter, was spricht man denn stundenlang mit dieser Person, ein so intelligenter Mensch, was Sie sind?!?“
„Dasselbe, was man mit der Antilope spricht, der Gazelle und dem Kolibri! Man b e w u n d e r t sie!“
„L a n g w e i l e n Sie sich nie mit ihr?!“
„Nein, sie mit m i r !“
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Wenn ich sogar mit Beethoven beisammen sitze, so schaue ich doch unwillkürlich, ob er kurzgeschnittene ganz reine Fingernägel habe! S p ä t e r erst sage ich mir beschwichtigend, er habe die IX. Symphonie gedichtet.
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Eine Frau m u ß a b s o l u t einen nach süßen Mandeln duftenden Atem haben! D i e s e T r a g ö d i e müßte man einmal schreiben, wo eine Frau sämtliche herrlich tiefen Eigenschaften einer wertvollsten Frau habe, und n u r einen u n i d e a l e n , wenn auch noch nicht ganz schlechten, Atem! Aber d a z u sind unsere Dichter z u w e n i g — — — D i c h t e r ! Die halten noch bei den K o m p l i k a t i o n e n der S e e l e , ha ha ha ha!
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Treue ist ein Wort, das die Männer wegen b e q u e m e r S e l b s t t ä u s c h u n g und die Frauen wegen G e l d erfunden haben!
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N u r die sehnen sich nach dem Unbewußten zurück, denen das B e w u ß t s e i n nur die Erkenntnis gebracht hat, daß sie Esel w a r e n und g e b l i e b e n sind!
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Beweis für „b e g e h r e n s w e r t “ sein, ist n u r , wenn man mit einer bestimmten Dame l i e b e r als allein in die „Meistersinger“ ginge, l i e b e r mit ihr als allein eine Dolomitentur machte, l i e b e r mit ihr als allein sein Geld ausgeben möchte! Die a n d e r e n Anzeichen von „begehrenswert“ sind u n g ü l t i g !
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Deine a l l e r e r s t e Enttäuschung an einer geliebten Frau sei auch immer s o g l e i c h deine a l l e r l e t z t e ! Glaube ja nicht an Z u f ä l l i g k e i t e n ! Sie ist stets ein w o h l g e o r d n e t e s logisches Mistvieh!