Fechsung

Peter Altenberg · Kapitel 150 von 204

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Fechsung

Sport

 

Wenn ich so Wintersportsleuten, edlen zarten Damen, stundenlang zuhöre, s c h a u d e r t es mich!

So wenig, so k l ä g l i c h w e n i g stilles idyllisches romantisches Glück am schönheitsprangenden Frieden der Natur! So viel strenger lächerlicher Egoismus und schäbige Befriedigung, ob man über eine Fläche, auf der man drei Stunden lang hinaufstapfte, in fünf M i n u t e n wieder heruntersauste! Natur als Zirkus, als Manege! Wie wenn jemand sagte: „Nach Beethovens Neunter krieg ich immer so einen gesunden Appetit zum Nachtmahl!“ Wie ist es, daß euch schneebedeckte Wiesen, kahle Bäume und Notschrei der schwarzen Krähe nicht e d e l - t r ü b s i n n i g machen und zugleich e r h o b e n über das lügereiche Leben, das ihr führt trotz allem?! Es i s t , weil ihr selbst die tiefe Poesie der Winterlandschaft in eure schamlos harten Dienste zwängt! S i c h h i n g e b e n kennt ihr n i c h t ! Sich v e r l i e r e n ! Ihr seid e u c h zu wichtig!