Fechsung

Peter Altenberg · Kapitel 147 von 204

PDF-Seiten

Fechsung

Du Hast Es So Gewollt

 

Nun hast du deine Ruhe, süße Frau — — —

Nicht stört dich mehr mein Schlachtkalb-Blick —

So hast du es gewollt!

Ich hab’s vernommen! Ich war dir eine Last!

Und Tage werden kommen, Jahre, vielfältigen Schicksals — — —

Und einst wirst du in einer müden Stunde in meinen Briefen kramen:

„Er ward sehr krank an mir; ich aber ließ ihn sterben — — —.“

Nun hast du deine Ruhe, süße Frau.

Verstummt der bangen Klage störendes Geplärre!

Es spricht dein harter Blick: „Sehen Sie, so sind Sie mir viel lieber!“

S a h s t d u d e n s c h w a r z e n P a n t h e r i n s e i n e m K ä f i g m a n c h m a l m i t d e m g e l b e n B l i c k d e s W a h n s i n n s r a s t l o s s e i n e A c h t e r s c h l e i c h e n ? ! S a h s t d u i h n ? ! — — —

Nun hast du deine Ruhe, süße Frau.

„Wir wollen gute Freunde bleiben, Peter, nicht wahr?! Nicht? Wie?! Was, was haben Sie?!“

„Nichts — — —“ sagte ich und reichte dir die Hand.