Fechsung

Peter Altenberg · Kapitel 38 von 204

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Fechsung

Das Glasgeschenk

 

Weshalb ein Glas, dickes Kristall, geschliffen nach

Altwiener Muster, mit deinem Namen in m e i n e r

Schrift graviert?!

Leblose Dinge sollen dir auch l e b e n d i g werden, wo’s keinen G r a m g i b t und keine E n t t ä u s c h u n g ! Nicht, daß du daraus trinkest, weil i c h ’ s spendete! Du sollst am G l a s dich freuen, an der F o r m , und daß es d e i n ist, zu e i g e n s t e m Gebrauche, von allen anderen m e r k w ü r d i g unterschieden! Und solltest du dabei meiner g e d e n k e n , so kann’s dem schönen Glase auch nicht schaden! Heil dir und deinem Trunk!

Nicht, daß du sagest: „Ich hab ein Glas, es ist v o n i h m!“ Sondern: „Ich hab ein w u n d e r s c h ö n e s Glas,

und a u ß e r d e m ist es von ihm!“