Fechsung

Peter Altenberg · Kapitel 191 von 204

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Fechsung

Kaffeeküche

 

Das braune süße junge Küchenmädchen ging rasch an meinem Zimmer vorüber. Ich sagte: „Sie sind heute blaß, Katharina!“

„Ja, soll man vielleicht rosig sein bei diesen Zeiten?!“

„Was haben Sie?!“

„Ich habe in der Zeitung heute gelesen, daß mein Geliebter verwundet ist!“

„Wohin gehen Sie jetzt?!“

„Jetzt gehe ich Kaffee kochen, bis zehn abends. Da muß man doch wenigstens die ganze Zeit aufpassen, daß er nicht zu schwach und besonders nicht zu stark wird!“

„Katharina, mit Ihnen zugleich trauern Tausende!“

„Wenn ich nur wüßt, wohin sie ihn angeschossen haben!? Daß er nicht zuviel leidet. Ich wär schon d a m i t zufrieden, wenn’s in die Arme oder in die Beine gegangen wäre!“

Sie beginnt zu weinen und sagt: „Fremde Menschen belästigen mit seinen Sachen! Das a u c h n o c h! Adieu, Herr Peter! Wie kommen S i e dazu?! Bitte um Entschuldigung!“