Fechsung

Peter Altenberg · Kapitel 181 von 204

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Fechsung

Der Alte Hausierer

 

Heute am Graben, in der Septembersonne, sah ich einen alten Hausierer mit Patentkleiderhaken, die riesig praktisch und billig waren und die viele Leute gekauft hätten, wenn sie nicht das Mißtrauen gehabt hätten, betakelt zu werden. Neben ihm saß seine herrliche braune Enkelin von vierzehn Jahren. I n f o l g e d e s s e n kaufte ich fünf Kleiderhaken à 70 Heller. Die Kleine war glückstrahlend über das Riesengeschäft. „Soll meine Enkelin sie irgendwohin zu Ihnen bringen, was brauchen Sie selbst zu gehn und zu schleppen?!“

Ich z ö g e r t e einen Augenblick, dann sagte ich: „Nein, danke!“

Auf dem Wege betete ich: „Du braune süße Herrlichste, mögest du n i e es glauben, daß mit einem alten Hausierer-Großvater öffentlich zu stehen eine S c h a n d e sei! Mögest du s t e t s es glauben, daß fünf Kleiderhaken zu 70 Heller ein g l ä n z e n d e s G e s c h ä f t sind; und mögest du nie einem Manne Waren i n s Z i m m e r b r i n g e n, der dich s o l i e b hat wie ich!“