Feuerblut, Die Reise zum Frostpalast
10. Kapitel
Hund trottete in die Dunkelheit, fort von Phönix und den anderen, und sein Herz war schwerer denn je.
Die Nachtluft roch nach Regen, nach Stein und nach Gelegenheiten, aber er genoss diese Düfte nicht so wie sonst. Alles war vom überwältigenden Geruch der Traurigkeit überlagert.
Er hatte sich vorgenommen, sich nicht umzudrehen, aber die Versuchung war zu groß. Die vier waren gerade noch so sichtbar. Zusammengedrängt standen sie neben den Fangfüßern und trösteten sich, wie Freunde es tun sollten.
Freunde.
Sein Blick blieb an Phönix hängen, und es fiel ihm schwer, ihn wieder zu lösen. Sie hatte ihn als ihren Freund bezeichnet. Das hatte noch nie jemand getan, und er hätte nie zu hoffen gewagt, dass irgendjemand es je tun würde.
Er zwang sich, wegzuschauen.
Jetzt war er wieder allein, wie so viele Male davor.
Jetzt hatte er einen Auftrag, und den würde er erfolgreich ausführen, wie immer.
Nur zwei Schritte weiter blieben Hunds Pfoten wie von allein stehen, und er warf noch einen Blick zurück.
Auf seine Freunde.
Sein Drang zu jaulen war fast unwiderstehlich. Stattdessen drehte Hund sich um und hielt in großen raumgreifenden Sprüngen auf die ferne grüne Stille des Großen Forsts zu. Auf die unbekannte Gefahr des Griffs. Und auf seine Feindin Sieg irgendwo dahinter.
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