Feuerblut, Die Reise zum Frostpalast
30. Kapitel
Phönix’ Schritte führten sie auf die Suche nach Sieben, noch ehe ihr überhaupt bewusst wurde, wo sie hinging. Nach dem Chaos und der Gefahr des Angriffs durch den Lefzenlecker wünschte sie sich nichts sehnlicher als die tröstliche Anwesenheit und sanfte Ruhe ihrer Freundin.
Im Horst stellte sie fest, dass Sieben in die Bibliothek zurückgegangen war, nachdem sie sich davon überzeugt hatte, dass keine Gefahr mehr drohte. Und jetzt, da Phönix davorstand, weckte der Ort selbst ihre Neugier. Die Türen waren dreimal so groß wie sie selbst und zeigten geschnitzte Szenen aus Embra, die sich ständig bewegten und veränderten. Ein Frosthirsch wanderte über eine schneebedeckte Wiese, mit zuckenden Ohren senkte er den graziösen Kopf, um zu grasen. Kurz darauf verschwand die Szene und wurde durch ein riesiges Dorf des Flussclans ersetzt, das über den Ilara trieb, während aufgeregte Trillerlaute aus dem dichten Schilf drangen, an dem es entlangstrich.
Phönix löste sich von dem Anblick. Die Türen waren faszinierend, aber sie wollte zu Sieben. Erwartungsvoll trat sie vor und schob sie auf.
Eis. Licht. Papier.
Mit einem Seufzer atmete sie aus; die Bibliothek war wunderschön.
Der ovale Raum war riesig und erglänzte im zauberhaften Licht des eisigen Frostpalasts. Wenigstens reichte der Einfluss des Schattensaums noch nicht bis hierher. Phönix legte den Kopf in den Nacken, um alles in sich aufzunehmen. Bücher und Schriftrollen säumten jeden Zentimeter der hoch aufragenden gewölbten Wände. Dutzende glitzernde Galerien waren über den ganzen Raum verteilt, und aus dem Eis gehauene Treppen wanden sich zwischen ihnen hinauf.
Phönix’ Sinne wurden geweckt und breiteten sich in alle Richtungen aus. Sieben hatte zwar erwähnt, dass die Bibliothek riesig sei, aber das kam ihr jetzt wie eine lächerliche Untertreibung vor. Man könnte hier Jahre verbringen und hätte noch immer nicht alles gelesen, was hier stand.
Wo war Sieben?
Phönix drehte sich auf der Stelle und suchte nacheinander jede Galerieebene ab, bis sie hoch über sich leuchtend rote Haare aufblitzen sah. Winnie stieß einen fröhlichen Pfiff aus, und seine Schnurrhaare zuckten erfreut, als er sie auch entdeckte.
»Sieben?«, rief Phönix.
Aber Sieben war so in ihre Lektüre vertieft, dass sie nichts hörte. Phönix stieg die nächstgelegene Treppe hoch, die auf Siebens Ebene führte.
Sie hatte Glück, Sieben überhaupt entdeckt zu haben, denn ihre Freundin saß auf dem Boden und war von so vielen Bücher- und Schriftrollenstapeln umgeben, dass sie Gefahr lief, darunter begraben zu werden. Das Papier raschelte laut, als Sieben ein Schriftstück ansah und es dann zugunsten eines anderen beiseiteschob.
»Pass auf!« Phönix schnappte nach Luft, als ein unordentlicher Bücherstapel wankte und kurz davor war, über Siebens Kopf einzustürzen.
Sieben schrie erschrocken auf. Daraufhin flogen zwei der Bücher, die sie sich angesehen hatte, über den Rand der Galerie und flatterten wild mit den Seiten, bevor sie mit einem doppelten hallenden Knall auf dem Boden weit unter ihnen landeten.
»Phönix!«, quiekte Sieben und fuhr zu ihr herum, wodurch noch weitere Schriftrollen durch die Gegend flogen. Der Bücherstapel wackelte, und Phönix sprang vor, damit er nicht auf Sieben kippte.
»Was machst du hier?«, fragte diese. Phönix sah überrascht, wie sie hastig eine Schriftrolle über eins der Bücher zog, in dem sie gelesen hatte.
»Ich bin bloß hergekommen, um dir von dem Lefzenlecker zu erzählen …« Phönix brach ab, ihre Neugier war zu groß. »Was siehst du dir da an?«
»Das hier?« Sieben lachte verlegen. »Ein b…bisschen von allem.« Sie hob eine eingerissene Schriftrolle hoch und wedelte damit vor Phönix herum. »Hier drin ist am Rande von Koboldmagie die Rede.« Noch eine Schriftrolle. »In d…dieser hier geht es um einen sogenannten ›Spalt‹. Ich dachte, es könnte etwas mit unserem Schattensaum zu tun haben, aber …« Sieben schüttelte den Kopf und warf die Schriftrolle zur Seite, »… ich glaube nicht.« Sie hob ein in rote Seide gebundenes Buch hoch. »Hier finden sich einige Übungen für erhellende Visionen, die ich heute Abend mal ausprobieren will …«
»Und was ist mit …«
Phönix zeigte auf das Buch, das Sieben abgedeckt hatte. Aber bevor sie den Satz beenden konnte, unterbrach diese sie. »Moment! Hast d…du gerade gesagt, du wolltest mir von einem Lefzenlecker erzählen?«
»Hast du noch nichts davon gehört?«, fragte Phönix. »Hat Zenith dir im Horst nicht davon erzählt?«
Bei der Erwähnung der jungen Hexe runzelte Sieben die Stirn.
»Sie ist wirklich in Ordung«, sagte Phönix fröhlich. »Fünf und sie haben sich versöhnt. Fünf hat sich sogar bei ihr entschuldigt!«
Zu Phönix’ Überraschung wich Sieben ihrem Blick aus. Sie zuckte mit den Achseln und kramte in einigen losen Seiten herum. Phönix betrachtete sie einen Augenblick verwirrt. »Sieben?«
»Was ist denn?« Sieben sah auf. Ihr herausfordernder Tonfall war überraschend, wenn auch unmissverständlich. Welchen Grund hatte Sieben, Zenith weniger zu mögen als die anderen?
»Sie … hat dir also nichts von dem Lefzenlecker erzählt?«, fragte Phönix betreten, als deutlich wurde, dass Sieben das Schweigen nicht brechen würde.
Sieben schüttelte offenkundig erleichtert den Kopf. »Zenith ist mit zwei anderen Hexen hergekommen, Fliss und Britt. Sie haben darauf bestanden, dass ich mitgehe, also habe ich ein paar Bücher mitgenommen.« Verlegen zuckte sie mit den Schultern. »Sie haben sich alle unterhalten, aber ich habe nicht richtig zugehört, sondern gelesen.«
Ein paar Minuten später hatte Phönix Sieben auf den neuesten Stand gebracht, und Letztere starrte sie mit unverhohlenem Staunen an. »Er war im Frostpalast? Wie das denn? Die sind doch normalerweise nie …«
»Außerhalb des Graslands anzutreffen«, beendete Phönix den Satz für sie. »Ich weiß.« Sie schüttelte den Kopf. »Wahrscheinlich hat der Schattensaum ihn angelockt, aber …« Sie brach ab. »Es ergibt irgendwie keinen Sinn.«
Sieben runzelte die Stirn. »Nein.« Sie zeigte auf den unordentlichen Bücherstapel, der neben ihr wankte. »Das sind die Aufzeichnungen der Hexen über den Schattensaum – ein Eintrag pro Tag während der letzten vierzig Jahre. Er hat bisher nie dunkle Wesen angelockt.«
»Vielleicht … hat Morgren ihn … in irgendwas verwandelt?«, fragte Phönix zögerlich.
»Ich weiß es nicht.« Sieben strich sich mit der Hand übers Gesicht. Erst jetzt fiel Phönix auf, wie blass sie war. »Ich habe die Regale nach K… koboldtexten durchsucht, aber es ist kaum noch etwas übrig. Wahrscheinlich hat Jira alles mit an ihren Arbeitsplatz genommen – was bedeutet, dass alles verloren gegangen ist.« Sie ließ die Schultern hängen. »Es tut mir so leid, Phönix.«
»Du musst dich nicht entschuldigen«, sagte Phönix schnell, obwohl sie enttäuscht war. »Wir wussten, dass es lange dauern würde.«
»Ich dachte, ich könnte dir helfen«, murmelte Sieben mit gesenktem Kopf.
»Das hast du auch. Allerdings nicht, indem du unlösbare Probleme löst, sondern einfach, indem du du bist.«
Sieben bedachte sie mit einem tränenverhangenen Lächeln, als die Bibliothekstüren aufflogen und Fünf und Sechs laut redend hereinplatzten.
»Da!«, krähte Fünf und zeigte nach oben. »Ich habe dir doch gesagt, dass Phönix auch hier ist!« Er senkte die Stimme, aber nicht weit genug, daher hörte Phönix, wie er hinzufügte: »Hoffentlich liest sie in Magische Tierwelt. Sie muss ihre Kenntnisse wirklich mal ein wenig auffrischen.«
»Sieben«, rief Sechs schnell, als er Phönix’ Verärgerung bemerkte, »du hast jetzt schon seit Tagen nicht mehr trainiert. Wenn dunkle Wesen den Frostpalast unsicher machen, musst du in der Lage sein, dich zu verteidigen.«
»Ja«, stimmte Fünf ihm zu. »Und außerdem bringt Raureif uns um, wenn er je herausfindet, dass wir nicht täglich mit dir trainiert haben.«
Sieben zeigte auf die unzähligen Regale. »Glaubt ihr etwa, ich hätte die alle schon gelesen?«
»Hoffentlich«, sagte Fünf. »Schließlich hockst du hier schon lange genug.«
»Hast du eigentlich irgendwann mal ein B…buch gelesen?« Sieben schnaubte. »Du hast ja keine Ahnung, wie lange das dauert!«
Fünf zuckte unbeeindruckt mit den Schultern. »Kommst du jetzt runter oder nicht? Mir persönlich wäre es lieber, du würdest nicht von dem nächsten grässlichen Vieh verspeist, das hier durchmarschiert.«
»Das sehe ich auch so.« Sechs blickte seine Schwester lautlos flehend an.
»Es wäre vielleicht sowieso nicht schlecht, eine Pause einzulegen«, sagte Phönix sanft. »Mach mal was anderes, dann hast du den Kopf wieder frei.«
Sechs nickte eifrig. »Das klingt vernünftig!«
»Also gut.« Sieben erhob sich seufzend und ging auf die Treppe zu. »Können wir wenigstens hier trainieren? Ich will so schnell wie möglich zurück an die Arbeit.«
Phönix wollte ihr schon folgen, dann zögerte sie, als ihr das Buch einfiel, das Sieben vor ihr verborgen hatte. Sie wusste, es war nicht ganz in Ordnung, aber bevor sie genauer darüber nachdenken konnte, hatte sie schon die Schriftrolle von dem offenen Buch gezogen und drehte den Kopf, um lesen zu können, was dort stand. Allerdings stand da nichts – beide Seiten waren vollkommen leer. Und als Phönix ein paar Seiten vor- und zurückblätterte, waren die auch leer.
Seltsam.
Sechs’ wütende Stimme lenkte sie ab. »Sieben, wo bitte ist dein Dolch?«
Phönix lief eilig die funkelnde Wendeltreppe zu ihnen hinab.
»Oh.« Sieben warf einen Blick auf ihren Gürtel, an dem deutlich sichtbar die Stichwaffe fehlte. »Den muss ich heute Morgen vergessen haben.«
»Du bist also unbewaffnet«, sagte Fünf ausdruckslos. »Ehrlich, es sieht fast so aus, als wolltest du von einem Monster gefressen werden!« Kopfschüttelnd schnallte er seinen eigenen Dolch ab. »Hier, nimm meinen. Aber vergiss deinen morgen nicht wieder, hörst du?«
Sieben nickte unglücklich. Phönix konnte sehen, wie ihre Konzentration nachließ. Sie sackte zusammen, als Sechs ihr ein Holzschwert reichte. Es gab wirklich niemanden, der weniger geeignet war, Jäger zu werden. Aber diesen Gedanken schob Phönix schnell beiseite.
»Entspann dich einfach«, riet sie Sieben. »Du kämpfst viel besser, wenn du keine Angst davor hast.«
»Es ist nicht leicht, k…keine Angst zu haben, wenn so viele Waffen auf einen gerichtet sind«, sagte Sieben finster mit einem Blick auf die Äxte, die Phönix, ohne es zu bemerken, von ihrem Rücken genommen hatte. Fünf hatte neben ihr sein Schwert und Sechs seinen Dolch gezogen.
Winnie quiekte zustimmend, dann sprang er Sieben auf die Schulter, um sie zu unterstützen.
»Verräter«, murmelte Phönix, aber Siebens Miene hellte sich auf, als das Eichhörnchen auf ihr landete.
»Warum arbeiten wir heute nicht an deinem Angriff?«, schlug Sechs vor und stellte sich vor seine Schwester. »Versuch mir einen Schlag zu verpassen.« Als er ihre Besorgnis bemerkte, fügte er hinzu: »Keine Angst … ich tu dir nicht weh.«
Sieben lächelte schwach. »Vielleicht habe ich ja Angst d…davor, dir wehzutun.«
»Das ist die richtige Einstellung!« Fünf grinste. »Kampfgeist!«
»Genau, los, Sieben«, sagte Phönix. »Du kriegst das hin.«
»Hey!«, rief Sechs. »Das klingt ja fast, als wolltet ihr, dass sie gewinnt! Genügt es etwa nicht, dass Phönix auf mich gesprungen … AUA!«
Während Sechs sich abgewandt hatte, war Sieben näher geschlichen und hatte ihn fest mit ihrem Holzschwert auf den Kopf geschlagen.
»Was sollte das denn?« Keuchend rieb er sich den Schädel.
»Wir trainieren d…doch, oder?« Siebens Mundwinkel zuckten. »D…du warst abgelenkt. Das schien mir eine gute Gelegenheit zu sein. Ist Ablenkung nicht eins der D…dinge, die ich bei einem Angriff ausnutzen soll?«
Fünf kicherte. »Da hat sie recht.«
Ein paar Minuten später musste Phönix den Atem anhalten und Fünfs Blick ausweichen, um nicht laut aufzulachen. Sieben war es gelungen, Sechs mit unkonventionellen Methoden mehrmals anzugreifen, indem sie zum Beispiel darauf hinwies, seine Schnürsenkel seien offen, oder so tat, als hätte sie sich den Knöchel verstaucht.
Leider verlor Sechs offensichtlich die Geduld. »Du nimmst das nicht ernst genug.« Er rieb sich den Arm, wo sie ihn erneut getroffen hatte. »Welches dunkle Wesen würde schon seinen Angriff unterbrechen, nur weil du dir möglicherweise den Knöchel verstaucht hast?«
Sieben grinste. Sie schien überrascht, dass ihr das Training Spaß machte. »Ich weiß nicht, aber jetzt greifst d…du mich an, und da scheint diese T… taktik aufzugehen.«
Sechs seufzte. »Du tust absichtlich so, als wüsstest du nicht, worauf es ankommt.«
Sieben zuckte mit den Schultern. »Na ja, wenn ich nach deinen Regeln spiele, werde ich dich nie schlagen, stimmt’s? Also mache ich’s auf meine Art.«
»Das hat eine gewisse Logik«, sagte Fünf nachdenklich. »Aber ich denke, Sechs hat recht. Ich weiß nicht, was du damit gegen einen Grim ausrichten würdest.«
»Jetzt bin ich dran.« Phönix trat vor, um Sechs abzulösen, bevor ein Streit ausbrechen konnte.
»Hast du deine Schnürsenkel überprüft?« Sieben grinste. Winnie pfiff fröhlich auf ihrer Schulter.
»Du bleibst wirklich auf ihrer Seite?«, fragte Phönix ihn mit erhobenen Augenbrauen.
Dann schrie sie erschrocken auf, denn Sieben rannte plötzlich laut heulend und ihr Schwert über dem Kopf kreisend auf sie zu. Phönix starrte sie so entgeistert an, dass sie beinahe vergaß, sich in Sicherheit zu bringen – Siebens Holzschwert verfing sich in ihren Haaren und riss ihr ein paar Strähnen aus.
»Was war das denn?«, keuchte sie teils amüsiert, teils verärgert.
»Ein Überraschungsangriff.« Sieben lächelte selig. »Noch einer.«
»Ihr müsst zugeben, dass sie ziemlich gut darin ist, uns unvorbereitet zu treffen«, sagte Fünf und trat vor. »Jetzt ich. Ich muss dich allerdings warnen, Sieben, mich kann man längst nicht so leicht überraschen wie … Hey! Wo willst du hin?«
Anstatt auf Fünf zuzustürmen, war Sieben weggerannt, die nächstgelegene Wendeltreppe hinauf.
»Du bist doch angeblich ein d…dunkles Wesen, oder?«, rief sie über die Schulter. »Solltest du mir d…dann nicht nachjagen?«
Sie grinste, als Fünf ihr stirnrunzelnd folgte. »Ein dunkles Wesen würde wahrscheinlich auch irgendwelche Geräusche machen«, rief sie ihm zu. »Schnauben, vielleicht, oder grunzen oder … Was denn? Ich dachte, es soll realistisch sein.«
»Das ist entwürdigend«, sagte Fünf ausdruckslos, ohne auf Sechs’ Gelächter einzugehen. Er trottete hinter Sieben die Treppe hinauf. »Was willst du denn damit?«, fragte er mit einer Kopfbewegung auf das dicke Buch in ihren Händen.
Sieben zuckte mit den Achseln. »Dich dazu bringen, es zu lesen?«
Während Fünf noch übertrieben die Augen verdrehte, bewarf sie ihn mit dem schweren Band und traf ihn mitten auf der Brust. Direkt hintereinander folgten drei weitere, woraufhin Fünf ein paar Stufen zurückwich.
»Ey! Das ist unfair!«, rief er, während Phönix und Sechs sich vor Lachen bogen.
»Das glaube ich auch.« Sieben strahlte, und Winnie hopste zustimmend auf ihrer Schulter. »Und da ich euch jetzt alle drei besiegt habe, werde ich weiterlesen.« Damit kehrte sie zu ihrem Bücherstapel zurück. »Du hattest recht, Phönix, nachdem ich eine Weile was anderes gemacht habe, geht es mir schon viel besser. Danke!«
Mit einem fröhlichen Quieken und einem kräftigen Schwanzwedeln lief Winnie zurück zu Phönix’ Schulter, von wo aus er sie unbewegt ansah, bis sie die Hand ausstreckte und ihm die Wange streichelte, so wie er es mochte.
Fünf stapfte zurück zu Phönix und Sechs. »Du hast recht, Sechs«, murmelte er kopfschüttelnd. »Sie hat das überhaupt nicht ernst genommen.«
»Ich weiß nicht.« Phönix grinste unerklärlich gut gelaunt. »Ich glaube, wir haben sie unterschätzt und das hat sie ausgenutzt.«
»Eigentlich ziemlich schlau«, räumte Sechs widerstrebend ein, während er sich immer noch den Kopf rieb.
Fünf schnaubte entrüstet.
Hoch über ihnen verschwand Siebens leuchtender Haarschopf hinter einem riesigen Stapel Schriftrollen.
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