Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Dritter Teil

Theodor Fontane · Kapitel 78 von 82

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Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Dritter Teil

Neu-Geltow

 

Seit drei Menschenaltern schöpft ihr

Aus dem Meere dieser Weisheit;

Habt ihr keinen Tropfen, laßt mich

Wissen trinken, denn mich dürstet.

 

Scherenberg (Der letzte Maurenkönig)

 

E s dämmerte und die ersten Sterne zogen blaß herauf, als wir unsern Heimweg antraten. Unser Spezialführer auf dem Alt-Geltower Kirchhof blieb

zurück. Welche Gegensätze hatten eben zu uns gesprochen! Ein gelehrter,

bienenfleißiger Sammler; ein Lebemann, „der die Bibliothek seines Vaters in den

Keller trug“, und als Dritter ein Parkhüter, der in den Bäumen seines Wildparks

so gut Bescheid wußte, wie sein Nachbar in seinen Büchern. Ein schlichtes

Dasein, diese Parkhüter-Existenz, und doch war der blutige Ernst des Lebens

erschütternder an sie herangetreten, als an das Leben dessen, der im Granatregen

von Giurgewo spazieren gegangen war und dreizehn Duelle als Gesandter in Rio

auf einmal kontrahiert hatte.

So plauderten mein Gefährte und ich, bis die wechselnde Szenerie unserm

Gespräch eine andere Richtung gab. Wir hielten immer noch die Dorfstraße inne;

aber das Dorf selbst schien ein anderes geworden, und in der Tat waren wir aus

Alt-Geltow in Neu-Geltow hineingeraten. Der Unterschied war so groß, daß er

sich uns aufdrängen mußte. Der dörfische Charakter hatte aufgehört,

Sommerhäuser waren an seine Stelle getreten; klein, einstöckig, aber von großer

Sauberkeit, und überall da, wo ein Vorgarten war oder wo sich Caprifolium- und

Rosenbüsche um Tür und Fenster zogen, voll Anmut und malerischem Reiz. In

Front der Häuschen standen gedeckte Tische: Kabaretts, Fruchtschalen mit Erd-

und Himbeeren gefüllt, Milchsatten und geriebenes Schwarzbrot, während in der

Mitte der dichtbesetzten Tafel ein Tee-Apparat und eine Milchglas-Lampe

aufragte, deren Flamme ohne jegliches Flackern brannte. Denn kein Luftzug

ging. Dies Bild wiederholte sich von Haus zu Haus, und ihre Gesamtheit

erinnerte mich lebhaft an kleine Ostsee-Badeörter, wo an Juli-Abenden die

Binnenländischen von Spree und Havel in Front der Schiffer- und Lotsen-Häuser

sitzen und sich an Blaubeeren mit Milch erlaben, während irgend eine Flagge oder ein roter Wimpel von dem Frontgiebel des Hauses niederhängt.

Die Szenerie dieselbe, aber nicht die Menschen. Während in jenen

Badeörtern das Weibliche prävaliert und die scharf akzentuierten Laute, die jetzt

Agathen und Elisen, jetzt Helenen und Klementinen zur Ordnung rufen, schon

auf dreißig Schritt keinen Zweifel darüber lassen, daß hier eine Residenzmutter

sich niedergelassen hat, — wir sagen, während das Weibliche, die Glucke mit

den Küchlein, die Signatur jener baltischen Badeplätze ist, herrscht hier das

Männliche bis zu einem Grade vor, daß man Neu-Geltow als ein ausgebautes

Mönchskloster bezeichnen könnte, als eine Benediktiner-Genossenschaft, deren

Zellen in Gestalt kleiner Häuschen neben einander gestellt worden sind.

Ich habe diese Auswahl unter den Mönchsorden mit gutem Vorsatz

getroffen, denn die Benediktiner sind die Studier-Mönche und was hier in diesen

Neu-Geltower Zellen haust und wohnt, das sind in der Tat Wissenschafts-

Beflissene, das sind junge Männer, die sich an dieser stillen, abgelegenen Stelle

„Studierens halber“ aufhalten.

Es hat damit folgende Bewandtnis.

In Preußen (wie in China) ist nichts ohne Examen! Alle Examina sind

Klippengrund, besonders die juristischen. Aber wenn schon das Examen des

Gerichts-Assessors den gefürchteten „Needles“ entspricht, in deren Umkreis die

Schiffe zu Hunderten liegen, so entspricht das Examen des Regierungs-

Assessors den Goodwin-Sands, wo die Mastspitzen der Verlorengegangenen so

dicht aufragen, wie die Kreuze auf einem großstädtischen Kirchhof.

Solche und ähnliche Betrachtungen mochten es sein, die vor etwa zwanzig

Jahren einen Dr. Förstermann anspornten, der bedrängten Menschheit zu Hilfe

zu eilen. Dem Plan folgte die Ausführung. In das schöne, beinah schloßartig

gelegene Haus des alten Meusebach zog der junge Doktor ein; die

Bibliothekzimmer wurden zu Klassen und Auditorien, und ein Institut entstand,

das sich, „einem tiefgefühlten Bedürfnis entsprechend,“ rasch emporarbeitete

und die Zahlen und Tabellen der Schiffbruch-Statistik erheblich reduzierte,

während Neu-Geltow mehr und mehr jenen Klostercharakter annahm, den wir

vorstehend bezeichnet haben. Auch ein Gelübde hatten die Eintretenden zu

leisten; keins der drei großen, am wenigsten das der Armut, wohl aber das eine:

jede der beim Examen an sie gerichteten Fragen gewissenhaft zu notieren und

mitzuteilen. Diese Fragen, nunmehr Eigentum des Instituts, wurden in das

goldene Buch des Hauses eingetragen und was in Upsala der Codex argenteus,

oder in London die Tischendorfsche Bibel ist, das wurde im Förstermannschen

Institut Codex aureus. An ihm hing alles; er wog alles andere auf. Es war der

Koran des Omar. „Wenn in anderen Büchern dasselbe steht, so sind sie überflüssig; wenn in ihnen etwas anderes steht, so sind sie unbrauchbar,

gefährlich.“ Wie die Welt auf der Schildkröte ruht, so ruhte das Institut auf

diesem Buch. Und doch kam es anders, als Dr. Förstermann gedacht hatte.

Die Zeit schritt vorwärts, Preußen mit, und mit ihm — seine Steuern. Ruhm

war nie billig. An Dr. Förstermanns Tür klopfte die

„Einschätzungskommission“, klopfte häufiger und immer stärker, und müde der

drohenden Schraube ohne Ende, schloß er das Institut. Die Studiermönche von

Neu-Geltow waren haupt- und führerlos. Der Orden schien seiner Auflösung

nahe.

Aber er schien es nur. Ein junger begnadeter Referendarius, der noch nicht

lange genug da war, um den Wald vor Bäumen nicht zu sehen, trat in den Kreis

der bemoosten Häupter und sprach wie folgt: „Brüder! Ein Blitz aus heiterm

Himmel hat unsern Orden getroffen. Wir sind wie gelähmt. Aber verloren ist nur,

was sich selber verloren gibt. Ich schlage vor: geben wir uns nicht verloren.

(Beifall. Ironisches Lächeln.) Ich wiederhole: geben wir uns nicht verloren.

Kommilitonen, wir haben das goldene Buch. (Nein, nein! ja, ja!) Wir haben das

goldene Buch. Wir haben nicht den toten Einband, (gut, gut!) aber wir haben

alles, was lebendig an diesem Buche ist, wir haben — die Fragen. Wir kennen

sie, sie sind uns gegenwärtig. Was soll uns die Aufzeichnung? Was soll uns das

Geschriebene? Wir haben die Tradition. Wir sind führerlos, führen wir uns

selbst. Der Staat, unser Staat über alles. ‚L’état c’est nous!‘“

Eine außerordentliche Bewegung hatte sich aller bemächtigt. „Das Ei des

Kolumbus!“ riefen einige der Bemoosten. Man schüttelte sich die Hände, es war

eine Szene wie auf der Rütli-Wiese; alte Gelübde wurden erneuert und was mehr

ist, man hielt sie. Neu-Geltow blieb. Die villenartigen Häuschen, die, wenn der

Exodus Referendariorum eine Wirklichkeit geworden wäre, längst ihr zierliches

Blütengerank mit Kürbis und Stangenbohnen vertauscht haben würden,

verblieben in ihrem Rosen- und Geisblattschmuck, und nichts war geschehen als

— die Verfassung war geändert. Die monarchische Spitze war abgebrochen,

errungen war eine freie Schweiz.

Während wir über Dies und Ähnliches sprachen, hatten wir die letzten

Häuser von Neu-Geltow erreicht, und müde vom Marschieren, dazu trocken in

der Kehle, setzten wir uns auf eine am Ackerland liegende Walze, um hier aus

freier Hand ein etwas verspätetes Vesperbrot einzunehmen. Ich richtete dabei

allerhand Fragen an meinen Gefährten, der, wie sich der Leser aus früheren

Kapiteln freundlich erinnern wird, diese Territorien zwischen Havel und

Schwielow-See wie seine zweite Heimat kannte, und ließ mir unter immer

wachsendem Interesse von den sozialen Zuständen dieser Kolonie erzählen, von Parteien und Gegensätzen, von Krieg und Frieden, von Reunions und

Festlichkeiten und von den delikaten Beziehungen zwischen Wirten und

Mietern.

„Diese Beziehungen,“ so nahm der Gefährte eingehender das Wort, „sind

sehr gut, wie Sie sich denken können; es wird hier studiert, aber es wird doch

auch gelebt, und überraschlich ist mir immer nur das Eine erschienen, daß, bei

aller persönlichen Hinneigung zu der unter ihnen weilenden jungen Rechts- und

Regierungs-Welt, die Hauswirte und Villenbesitzer, die Autochthonen von Neu-

Geltow, eine entschiedene Vorliebe für höchst unjuristische Aushilfen an den

Tag legen. Ob die in den Zimmern ihrer Mieter aufgehäuften Wälzer und

Pandektenstöße die Frage in ihnen angeregt haben: ‚wer soll da Recht finden?‘

— gleichviel, es ist eine Tatsache, daß sie eine Art Passion für das aide toi même

und für ein ‚abgekürztes Gerichtsverfahren‘ haben.“

„Sehen Sie hier drüben das Haus neben dem Eiskeller?“ fuhr mein

Reisegefährte fort. Ich nickte. „Nun gut; in dem zweiten Hause dahinter, mit den

Jalousien und der kleinen Veranda, wohnen zwei Brüder, Kaufleute ihres

Zeichens, die sich aus den Geschäften wohl oder übel zurückgezogen haben und

als Zimmervermieter und Hoteliers kleineren Stils in der frischen Luft von Neu-

Geltow das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden trachten. Sie heißen

Robertson, erzählen von einem rätselhaften Urgroßvater, der aus Schottland

hierher verschlagen wurde, und ihre Sofas mit Tartan in den Clan-Farben der

Robertsons überzogen. Ihre Vornamen sind Wilhelm und Robert, wobei jener,

wenn es sich darum handelt ‚to do the honors for all Scotland‘ im Vorteil ist,

indem er sich beliebig aus einem Wilhelm in einen William umwandeln kann,

während der jüngere durch eine Art Sprachtücke unter allen Umständen ein

Robert bleibt. Er hat dafür den Vorzug der Alliteration und eines gewissen

Skandinavismus: Robert Robertson.

Sie müssen diese Abschweifung meiner Erzählung verzeihen. Aber die

beiden Brüder sind eben die Helden meiner Geschichte, und wenn es auch eine

bekannte Sache ist, daß man seine Lieblingsfiguren am besten durch Tatsachen

schildert, so werden Sie doch eine kurze Charakterisierung gelten lassen.

Robert, zu der Zeit, wo meine Geschichte spielt, hatte die linke, Wilhelm

die rechte Seite des Hauses inne. Sie können deutlich die Giebelfenster des

Letzteren sehen. Es war an einem frischen Oktobermorgen, die Sonne war noch

nicht heraus, als Robert an die Jalousien von seines Bruders Schlafzimmer

pochte. Dieser ließ nicht lange auf sich warten und öffnete: ‚Wilhelm, sie sind

bei Dir eingebrochen.‘ Das war ein Donnerwort.

Aber über Wilhelm kam jetzt der alte Geist seiner Heimat; die Schotten sind scharf in Mein- und Dein-Fragen; er sprang in die Kleider, dann in den Hof. Wer

ihn gesehen hätte, hätte ausrufen müssen: jeder Zoll ein William. Der Einbruch

war rasch konstatiert: der Dieb war mit Hilfe einer Feuerleiter in das oberste

Giebelfenster, da wo Sie jetzt das Licht sehen, eingestiegen, hatte dem

nachbarlichen Rauchfang drei Schinken und sieben Würste, einer auf dem

Boden stehenden Truhe ein Bettenbündel entführt und war dann auf demselben

Wege verschwunden, auf dem er gekommen war. Die Feuerleiter wieder an ihren

Platz zu bringen, hatte er nicht für nötig befunden.

Einen Augenblick schien guter Rat teuer, als Robert, ohne eine Ahnung von

der Wichtigkeit seiner Bemerkung zu haben, vor sich hinmurmelte: ‚und der

Kinderwagen ist auch weg.‘

Der ältere Bruder richtete sein Auge nach der Schuppen-Ecke, wo sonst der

Wagen zu stehen pflegte; die Stelle war leer; er stieß die linke Faust

triumphierend in die Höh und schrie: ‚Jetzt kriegen wir ihn.‘ Es war ersichtlich,

daß der Dieb sich des Wagens bemächtigt hatte, um seine Beute rascher und

bequemer fortschaffen zu können; dem Bestohlenen aber stand es auf einem

Schlag vor der Seele, daß er an der Apartheit der Räderspur eines

Kinderwagens, die Spur des Feindes und endlich ihn selber finden würde.

‚Sollen wir Anzeige machen?‘ unterbrach Robert.

‚Ei, was, Anzeige. Das wissen wir in Neu-Geltow besser.‘ Damit sprang er

ins Haus zurück, stülpte sich eine Filzkappe auf und stand im nächsten Moment

mit zwei Dornstöcken wieder auf dem Hof. ‚Da nimm.‘

‚Willst Du nicht lieber die Pistolen ...‘

‚Nein, ein Knüttel geht immer los.‘ Damit trat er auf die nach Potsdam

führende Chaussee. Der Bruder folgte.

Nun begann ein Suchen, wie es seit den Tagen des ‚letzten Mohikaners‘

nicht mehr erlebt worden ist. Alle Künste, die Falkenauge in seinen besten

Momenten geübt, alle Instinkte, die den Unkas und Chingachgook jemals

siegreich geleitet, wenn sie aus einem abgebrochenen Tannenzweig oder aus

dem Tritt des Mokassins die Spur zu entdecken und die schon verlorene wieder

aufzufinden wußten, alle diese Künste und Instinkte sie wurden überboten von

dem, was jetzt William Robertson in dieser frühen Oktoberstunde leistete. Das

Terrain war das schwierigste von der Welt. Es hatte in der Nacht geregnet, und

der Staub, der sonst auf der Chaussee liegt, war weggespült worden. Aber wenn

die harte Steinstraße keine Spur herausgab, so zeigte sie sich dafür allemal da,

wo der Kinderwagen momentan in den sogenannten Sommerweg eingebogen

war, wie in eine Form gegossen. Die Brüder sprachen kein Wort, aber in solchem

Augenblick begrüßten sich ihre Blicke.

So hatten sie die Spur bis zum Tore verfolgt; hier mußte sich’s entscheiden.

War er ein Potsdamer und hier in die Stadt hineingefahren, so waren alle Mühen

umsonst gewesen; war er aber ein Berliner (und allerhand Zeichen hatten schon

dafür gesprochen), war er statt in die Stadt, um diese herum und auf die Berliner

Chaussee gebogen, so mußte er eingeholt werden. Richtig; da war die Spur. Der

Sieg gestaltete sich mutmaßlich nur noch zu einer Frage der Zeit.

Also weiter. Es war jetzt schon um die neunte Stunde. Als sie eben die

große Glienicker Brücke passiert hatten, sahen sie eine Schwadron Garde-

Husaren des Weges kommen. ‚Habt ihr nicht einen Mann und einen

Kinderwagen gesehen?‘ ‚Ja wohl; er muß jetzt hinter Drei-Linden sein, auf Neu-

Zehlendorf zu.‘

Die Hoffnung sank wieder. Der Vorsprung war zu groß. Die Kräfte ließen

nach. In diesem kritischen Moment indessen kam von einem der Etablissements

her eine Morgendroschke gefahren, die nach Potsdam zurück wollte. ‚Halt!

Zwanzig Silbergroschen bis Neu-Zehlendorf.‘ Der Kutscher rührte sich nicht.

‚Einen Taler.‘ Er nickte. ‚Noch ein Trinkgeld, Kutscher, aber nun laßt euren

Wettrenner laufen.‘

Was soll ich die Katastrophe länger hinausschieben! Sie erraten ohnehin

den Ausgang. In einem Chausseegraben zwischen Drei-Linden und Zehlendorf,

hart zur Linken des Weges, saß der Gegenstand dieser energischen Suche und

frühstückte, eine der geraubten Speckseiten neben sich, mit der ganzen Ruhe

eines guten Gewissens, während der Kinderwagen mit seinem Bettenbündel wie

das Junge eines Frachtwagens mitten auf der Chaussee stand. Dieser letztere

Umstand sollte dem arglosen Frühstücker besonders verhängnisvoll werden,

denn die gestörte Straßen-Kommunikation ließ nunmehr ein Ausbiegen nach

links hin oder das ‚Gewinnen der inneren Linie‘, wie die Strategen sagen

würden, völlig unverfänglich erscheinen. So gelang ein totaler Überfall. Im

Moment des Vorbeifahrens stürzten sich die beiden Brüder aus der schon vorher

leise geöffneten Droschkentür auf ihr Opfer, entrissen ihm, unter

Geltendmachung ihrer ‚immer los gehenden Waffe‘, das Klappmesser, das der

Überraschte einen Augenblick Miene machte à deux mains zu gebrauchen, und

luden ihn dann ein, den Mittelplatz in ihrer Droschke einzunehmen. ‚Er werde

wohl müde sein.‘ Der Kinderwagen wurde angehakt und so ging es im Triumph

rückwärts, über die Glienicker Brücke. ‚Jetzt wollen wir Anzeige machen‘, rief

William seinem Bruder zu. ‚Wer die Doktors kennt, kuriert sich erst selber.‘

Da haben Sie meine Geschichte. Sie mag Ihnen den Satz illustrieren, womit

ich anfing, die Neigung zum ‚abgekürzten Verfahren.‘“

Unser Vesperbrot war längst beendet; wir erhoben uns von unsrer Walze und schritten munter in den Forst hinein. Es dunkelte stark, trotzdem die Sterne

jetzt heller schienen. Wo eine Lichtung war und ein mäßig heller Schein auf den

Weg fiel, musterte ich unwillkürlich die Gleise, ob nicht eine Kinderwagen-Spur

sie durchschnitt oder begleitete.