Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens
V. Kunst – ein Machtwille.
502.
„Schönheit“ ist deshalb für den Künstler etwas außer aller Rangordnung, weil in
der Schönheit Gegensätze gebändigt sind, das höchste Zeichen von Macht, nämlich über Entgegengesetztes; außerdem ohne Spannung: – daß keine Gewalt mehr not tut, daß alles so leicht folgt, gehorcht, und zum Gehorsam die liebenswürdigste Miene macht – das ergötzt den Machtwillen des Künstlers.