Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Friedrich Nietzsche · Kapitel 102 von 256

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Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

V. Kunst – ein Machtwille.

502.

 

„Schönheit“ ist deshalb für den Künstler etwas außer aller Rangordnung, weil in

der Schönheit Gegensätze gebändigt sind, das höchste Zeichen von Macht, nämlich über Entgegengesetztes; außerdem ohne Spannung: – daß keine Gewalt mehr not tut, daß alles so leicht folgt, gehorcht, und zum Gehorsam die liebenswürdigste Miene macht – das ergötzt den Machtwillen des Künstlers.