Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens
Kapitel 69
Daß man den Menschen den Mut zu ihren Naturtrieben wiedergibt – Daß man ihrer Selbstunterschätzung steuert (nicht der des Menschen als
Individuums, sondern der des Menschen als Natur....) –
Daß man die Gegensätze herausnimmt aus den Dingen, nachdem man
begreift, daß wir sie hineingelegt haben –
Daß man die Gesellschafts-Idiosynkrasie aus dem Dasein überhaupt
herausnimmt (Schuld, Strafe, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Freiheit, Liebe usw.) –
Fortschritt zur „Natürlichkeit“: in allen politischen Fragen, auch im
Verhältnis von Parteien, selbst von merkantilen oder Arbeiter- oder Unternehmerparteien, handelt es sich um Machtfragen – „was man kann“ und erst daraufhin, was man soll.