Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Friedrich Nietzsche · Kapitel 57 von 256

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Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Kapitel 63

 

Ich fand noch keinen Grund zur Entmutigung. Wer sich einen starken

Willen bewahrt und anerzogen hat, zugleich mit einem weiten Geiste, hat günstigere Chancen als je. Denn die Dressierbarkeit der Menschen ist in diesem demokratischen Europa sehr groß geworden; Menschen, welche leicht lernen, leicht sich fügen, sind die Regel: das Herdentier, sogar höchst intelligent, ist präpariert. Wer befehlen kann, findet die, welche gehorchen müssen: ich denke zum Beispiel an Napoleon und Bismarck. Die Konkurrenz mit starken und unintelligenten Willen, welche am meisten hindert, ist gering. Wer wirft diese Herren „Objektiven“ mit schwachem Willen, wie Ranke oder Renan, nicht um!