Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Friedrich Nietzsche · Kapitel 129 von 256

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Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Kapitel 531

 

Die Vermoralisierung der Künste. – Kunst als Freiheit von der

moralischen Verengung und Winkeloptik; oder als Spott über sie. Die Flucht in die Natur, wo ihre Schönheit mit der Furchtbarkeit sich paart. Konzeption des großen Menschen.

– Zerbrechliche, unnütze Luxusseelen, welche ein Hauch schon trübe macht,

„die schönen Seelen“.

– Die verblichenen Ideale aufwecken in ihrer schonungslosen Härte und

Brutalität, als die prachtvollsten Ungeheuer, die sie sind.

– Ein frohlockender Genuß an der psychologischen Einsicht in die Sinuosität

und Schauspielerei wider Wissen bei allen vermoralisierten Künstlern.

– Die Falschheit der Kunst, – ihre Immoralität ans Licht ziehen. – Die „idealisierenden Grundmächte“ (Sinnlichkeit, Rausch, überreiche

Animalität) ans Licht ziehen.