Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens
Kapitel 531
Die Vermoralisierung der Künste. – Kunst als Freiheit von der
moralischen Verengung und Winkeloptik; oder als Spott über sie. Die Flucht in die Natur, wo ihre Schönheit mit der Furchtbarkeit sich paart. Konzeption des großen Menschen.
– Zerbrechliche, unnütze Luxusseelen, welche ein Hauch schon trübe macht,
„die schönen Seelen“.
– Die verblichenen Ideale aufwecken in ihrer schonungslosen Härte und
Brutalität, als die prachtvollsten Ungeheuer, die sie sind.
– Ein frohlockender Genuß an der psychologischen Einsicht in die Sinuosität
und Schauspielerei wider Wissen bei allen vermoralisierten Künstlern.
– Die Falschheit der Kunst, – ihre Immoralität ans Licht ziehen. – Die „idealisierenden Grundmächte“ (Sinnlichkeit, Rausch, überreiche
Animalität) ans Licht ziehen.