Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens
Kapitel 282
„Der Sinn für Wahrheit“ muß, wenn die Moralität des „Du sollst nicht lügen“
abgewiesen ist, sich vor einem andern Forum legitimieren: – als Mittel der Erhaltung von Mensch, als Machtwille.
Ebenso unsre Liebe zum Schönen: ist ebenfalls der gestaltende Wille. Beide
Sinne stehen beieinander; der Sinn für das Wirkliche ist das Mittel, die Macht in die Hand zu bekommen, um die Dinge nach unserem Belieben zu gestalten. Die Lust am Gestalten und Umgestalten – eine Urlust! Wir können nur eine Welt begreifen, die wir selber gemacht haben.