Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Friedrich Nietzsche · Kapitel 226 von 256

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Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Kapitel 656

 

Der große Mensch fühlt seine Macht über ein Volk, sein zeitweiliges

Zusammenfallen mit einem Volk oder einem Jahrtausend: – diese Vergrößerung im Gefühl von sich als causa und voluntas wird mißverstanden als „Altruismus“ – : es drängt ihn nach Mitteln der Mitteilung: alle großen Menschen sind erfinderisch in solchen Mitteln. Sie wollen sich hineingestalten in große Gemeinden, sie wollen eine Form dem Vielartigen, Ungeordneten geben, es reizt sie, das Chaos zu sehen.

Mißverständnis der Liebe. Es gibt eine sklavische Liebe, welche sich

unterwirft und weggibt: welche idealisiert und sich täuscht, – es gibt eine göttliche Liebe, welche verachtet und liebt und das Geliebte umschafft, hinaufträgt.

Jene ungeheure Energie der Größe zu gewinnen, um durch Züchtung und

andrerseits durch Vernichtung von Millionen Mißratener den zukünftigen Menschen zu gestalten und nicht zugrunde zu gehen an dem Leid, das man schafft und dessengleichen noch nie da war! –