Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Friedrich Nietzsche · Kapitel 47 von 256

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Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Kapitel 52

 

Schwäche des Willens: das ist ein Gleichnis, das irreführen kann. Denn es

gibt keinen Willen, und folglich weder einen starken, noch schwachen Willen. Die Vielheit und Disgregation der Antriebe, der Mangel an System unter ihnen resultiert als „schwacher Wille“; die Koordination derselben unter der Vorherrschaft eines einzelnen resultiert als „starker Wille“; – im ersteren Falle ist es das Oszillieren und der Mangel an Schwergewicht; im letzteren die Präzision und Klarheit der Richtung.