Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens
Kapitel 10
Henrik Ibsen ist mir sehr deutlich geworden. Mit all seinem robusten Idealismus
und „Willen zur Wahrheit“ hat er sich nicht von dem Moral-Illusionismus frei zu machen gewagt, welcher „Freiheit“ sagt und sich nicht eingestehen will, was Freiheit ist: die zweite Stufe in der Metamorphose des „Willens zur Macht“ seitens derer, denen sie fehlt. Auf der ersten verlangt man Gerechtigkeit von Seiten derer, welche die Macht haben. Auf der zweiten sagt man „Freiheit“, das heißt, man will „loskommen“ von denen, welche die Macht haben. Auf der dritten sagt man „gleiche Rechte“, das heißt, man will, so lange man noch nicht das Übergewicht hat, auch die Mitbewerber hindern, in der Macht zu wachsen.