Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Friedrich Nietzsche · Kapitel 56 von 256

PDF-Seiten

Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Kapitel 61

 

Unzählig viele einzelne höherer Art gehen jetzt zugrunde: aber wer davon

kommt, ist stark wie der Teufel. Ähnlich wie zur Zeit der Renaissance.

62.

 

Es ist die Zeit des großen Mittags, der furchtbaren Aufhellung: meine

Art von Pessimismus: – großer Ausgangspunkt.

I. Grundwiderspruch in der Zivilisation und der Erhöhung des Menschen. II. Die moralischen Wertschätzungen als eine Geschichte der Lüge und

Verleumdungskunst im Dienste eines Willens zur Macht (des Herdenwillens, welcher sich gegen die stärkeren Menschen auflehnt).

III. Die Bedingungen jeder Erhöhung der Kultur (die Ermöglichung einer

Auswahl auf Unkosten einer Menge) sind die Bedingungen alles Wachstums.

IV. Die Vieldeutigkeit der Welt als Frage der Kraft, welche alle Dinge unter

der Perspektive ihres Wachstums ansieht. Die moralisch-christlichen Werturteile als Sklavenaufstand und Sklavenlügenhaftigkeit (gegen die aristokratischen Werte der antiken Welt).