Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Friedrich Nietzsche · Kapitel 80 von 256

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Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Kapitel 274

 

Das Feststellen zwischen „wahr“ und „unwahr“, das Feststellen überhaupt

von Tatbeständen ist grundverschieden von dem schöpferischen Setzen, vom Bilden, Gestalten, Überwältigen, Wollen, wie es im Wesen der Philosophie liegt. Einen Sinn hineinlegen – diese Aufgabe bleibt unbedingt immer noch übrig, gesetzt, daß kein Sinn darin liegt. So steht es mit Tönen, aber auch mit Volksschicksalen: sie sind der verschiedensten Ausdeutung und Richtung zu verschiedenen Zielen fähig.

Die noch höhere Stufe ist ein Ziel setzen und daraufhin das Tatsächliche

einformen: also die Ausdeutung der Tat, und nicht bloß die begriffliche Umdichtung.