Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Friedrich Nietzsche · Kapitel 77 von 256

PDF-Seiten

Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Kapitel 270

 

Der Glaube „so und so ist es“ zu verwandeln in den Willen „so und so soll es

werden“.

271.

 

Die Frage der Werte ist fundamentaler als die Frage der Gewißheit: letztere

erlangt ihren Ernst erst unter der Voraussetzung, daß die Wertfrage beantwortet ist.

Sein und Schein, psychologisch nachgerechnet, ergibt kein „Sein an sich“, keine

Kriterien für „Realität“, sondern nur für Grade der Scheinbarkeit gemessen an der Stärke des Anteils, den wir einem Schein geben.

Nicht ein Kampf um Existenz wird zwischen den Vorstellungen und

Wahrnehmungen gekämpft, sondern um Herrschaft: – vernichtet wird die überwundene Vorstellung nicht, nur zurückgedrängt oder subordiniert. Es gibt im Geistigen keine Vernichtung....