Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Friedrich Nietzsche · Kapitel 234 von 256

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Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Kapitel 666

 

Der größte Kampf: dazu braucht es einer neuen Waffe. Der Hammer: eine furchtbare Entscheidung heraufbeschwören, Europa vor die

Konsequenz stellen, ob sein Wille zum Untergang „will“.

Verhütung der Vermittelmäßigung. Lieber noch Untergang!

667.

 

Wie kommen Menschen zu einer großen Kraft und zu einer großen Aufgabe?

Alle Tugend und Tüchtigkeit am Leib und an der Seele ist mühsam und im kleinen erworben worden durch viel Fleiß, Selbstbezwingung, Beschränkung auf weniges, durch viel zähe, treue Wiederholung der gleichen Arbeiten, der gleichen Entsagungen: aber es gibt Menschen, welche die Erben und Herren dieses langsam erworbenen vielfachen Reichtums an Tugenden und Tüchtigkeiten sind – weil auf Grund glücklicher und vernünftiger Ehen und auch glücklicher Zufälle die erworbenen und gehäuften Kräfte vieler Geschlechter nicht verschleudert und versplittert, sondern durch einen festen Ring und Willen zusammengebunden sind. Am Ende nämlich erscheint ein Mensch, ein Ungeheuer von Kraft, welches nach einem Ungeheuer von Aufgabe verlangt. Denn unsere Kraft ist es, welche über uns verfügt: und das erbärmliche geistige Spiel von Zielen und Absichten und Beweggründen nur ein Vordergrund – mögen schwache Augen auch hierin die Sache selber sehen.