Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Friedrich Nietzsche · Kapitel 146 von 256

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Der Wille zur Macht: Eine Auslegung alles Geschehens

Kapitel 556

 

Mißverständnis des Egoismus: von seiten der gemeinen Naturen, welche

gar nichts von der Eroberungslust und Unersättlichkeit der großen Liebe wissen, ebenso von den ausströmenden Kraftgefühlen, welche überwältigen, zu sich zwingen, sich ans Herz legen wollen, – der Trieb des Künstlers nach seinem Material. Oft auch nur sucht der Tätigkeitssinn nach einem Terrain. – Im gewöhnlichen „Egoismus“ will gerade das „Nicht-ego“, das tiefe

Durchschnittswesen, der Gattungsmensch seine Erhaltung – das empört, falls es von den Seltneren, Feineren und weniger Durchschnittlichen wahrgenommen wird. Denn diese urteilen: „wir sind die Edleren! Es liegt mehr an unserer Erhaltung als an der jenes Viehs!“