Goethes Briefe an Leipziger Freunde

Johann Wolfgang von Goethe · Kapitel 55 von 106

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Goethes Briefe an Leipziger Freunde

Kapitel XXI

[172] Briefe an Merck II. S. 186.

 

XXI.

 

Für die mir überschickten schönen Bücher[173] dancke ich auf das beste, sie

sollen mit mir nach Eisenach wandern, wo Landschaffts Versammlung seyn, und

wohin der Hof sich begeben wird. Vielleicht findet sich doch eine einsame

Stunde um der Einsamkeiten geniesen zu können.

Ich empfehle mich zu geneigtem Andencken.

Weimar d. 24 May 84.

 

Goethe

 

[173] Zimmermann, über die Einsamkeit. Leipz. 1784 und 1785. 4 Thle.

 

XXII.

 

Ew Wohlgeb.

empfangen den lebhafftesten Danck für die Fortsetzung der

glänzenden Ausgabe eines glänzenden Werckes.[174] Wenn ich etwas dabey

vermisse; so ist es das Portrait Dr Oberreits[175], welches die Stirne des dritten

Bandes hätte zieren sollen. Ich höre wir haben balde Hoffnung Sie hier zu sehen.

Weimar d. 3 May 1785.

 

Goethe

 

[174] Von Zimmermann.

[175] Oberreit, damals in Jena, Gegner Zimmermanns.

 

XXIII.

 

Ew Wohlgeb.

ersuche um die Gefälligkeit die beste Ausgabe meiner

Schrifften, in vier Bände, in schönen englischen Band, mit grünem Schnitt

binden zu lassen und mir solche wohlgepackt zu übersenden.

Es that mir sehr leid Sie bey Ihrem letzten hiesigen Aufenthalte nicht sehen

und diejenige Hochachtung mündlich versichern zu können mit der ich mich

unterzeichne

W. d. 22 Aug

1785

 

Ew Wohlgeb.

ergebenster Dr

Goethe