Petersburg

Andrey Bely · Kapitel 16 von 103

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Petersburg

Im Arbeitszimmer eines hohen Verwaltungsamtes

Wort mehr davon!

 

Nikolai Apollonowitsch sah nicht den Newskij-Prospekt, noch immer stand das

graue Haus vor seinen Augen; Fenster, hinter den Fenstern Schatten; hinter den

Fenstern vielleicht lustige Stimmen: die des gelben Kürassiers, Baron Ommau-

Ommergau; die des blauen Kürassiers, Graf Awen; und ihre — ihre Stimme . . .

Da sitzt Ssergeij Ssergeijewitsch, der Offizier, und wirft vielleicht unter den

Witzen dazwischen:

»Und ich bin jetzt mit Nikolai Apollonowitsch gegangen.«

 

Im Arbeitszimmer eines hohen Verwaltungsamtes

 

Hier, im Arbeitszimmer des hohen Verwaltungsamtes, wuchs Apollon

Apollonowitsch zu einem wahrhaften Zentrum heran: in eine Serie von

Staatsämtern, Abteilungen und grünen Tischen. Hier war er, der Kraft

aussendende Punkt, der Kreuzungspunkt der Kräfte, und der Impuls unzähliger,

reich gegliederter Manipulationen. Hier war Apollon Apollonowitsch eine Kraft

im Newtonschen Sinne; Kraft im Newtonschen Sinne aber ist, wie Sie sicher

wissen, eine okkulte Kraft.

Hier war er die letzte Instanz.

Apollon Apollonowitsch war heute besonders genau: bei Entgegennahmen der

Berichte winkte er kein einziges Mal mit dem nackten Schädel; Apollon

Apollonowitsch fürchtete Schwäche zu zeigen: bei Erfüllung der amtlichen

Pflichten! . . . Schwer fiel es ihm heute, sich zur logischen Klarheit zu erheben:

weiß Gott wieso — doch Apollon Apollonowitsch kam zu dem Schlusse, daß

sein eigener Sohn Nikolai — ein ausgemachter Schuft sei . . .