Petersburg
Im Arbeitszimmer eines hohen Verwaltungsamtes
Wort mehr davon!
Nikolai Apollonowitsch sah nicht den Newskij-Prospekt, noch immer stand das
graue Haus vor seinen Augen; Fenster, hinter den Fenstern Schatten; hinter den
Fenstern vielleicht lustige Stimmen: die des gelben Kürassiers, Baron Ommau-
Ommergau; die des blauen Kürassiers, Graf Awen; und ihre — ihre Stimme . . .
Da sitzt Ssergeij Ssergeijewitsch, der Offizier, und wirft vielleicht unter den
Witzen dazwischen:
»Und ich bin jetzt mit Nikolai Apollonowitsch gegangen.«
Im Arbeitszimmer eines hohen Verwaltungsamtes
Hier, im Arbeitszimmer des hohen Verwaltungsamtes, wuchs Apollon
Apollonowitsch zu einem wahrhaften Zentrum heran: in eine Serie von
Staatsämtern, Abteilungen und grünen Tischen. Hier war er, der Kraft
aussendende Punkt, der Kreuzungspunkt der Kräfte, und der Impuls unzähliger,
reich gegliederter Manipulationen. Hier war Apollon Apollonowitsch eine Kraft
im Newtonschen Sinne; Kraft im Newtonschen Sinne aber ist, wie Sie sicher
wissen, eine okkulte Kraft.
Hier war er die letzte Instanz.
Apollon Apollonowitsch war heute besonders genau: bei Entgegennahmen der
Berichte winkte er kein einziges Mal mit dem nackten Schädel; Apollon
Apollonowitsch fürchtete Schwäche zu zeigen: bei Erfüllung der amtlichen
Pflichten! . . . Schwer fiel es ihm heute, sich zur logischen Klarheit zu erheben:
weiß Gott wieso — doch Apollon Apollonowitsch kam zu dem Schlusse, daß
sein eigener Sohn Nikolai — ein ausgemachter Schuft sei . . .