Semmering 1912
Das Glück
Ich erwartete das Glück vergeblich Jahre und Jahre lang. Endlich kam es
und setzte sich zutraulich an mein Bett. Es hatte gelbbraunen Teint wie die
Javanerinnen, schmale, lange Hände und Finger, Gazellenbeine und bewegliche
lange Zehen. Ich sagte: „O, bist du wirklich, wirklich endlich das Glück, das
lang ersehnte, tief entbehrte?!?“ — „Ich werde es dir morgen schreiben, ob ich
es wirklich bin oder nicht. Du wirst selbst urteilen — — —.“
Am nächsten Morgen fand ich einen Zettel, auf dem geschrieben stand:
„Adieu, auf Nimmerwiedersehen — — —.“ Ja, es war also wirklich und
wahrhaftig „das Glück“ gewesen!