Semmering 1912

Peter Altenberg · Kapitel 58 von 152

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Semmering 1912

Abschied

 

Mein geliebter Pinkenkogel, hart an meinem Fenster aufsteigend,

ich sage dir Adieu!

Ich muß nun wieder ins Exil hinter vier Mauern; die Menschen wollen

„langsam Sterbende“ nicht sehn. Und diese wieder nicht die Menschen!

Dazu sind diese „Institute“ da, daß nur der weite Park die Klagen höre.

Der „Pfleger“ sieht die Träne ungerührt. Wo käm’ er hin, wenn er sich

rühren ließe?!

Geliebter Pinkenkogel, lebewohl — — —.

Und sag’ auch ihr — — —

wie liebt sie deine Bäume und deine Pfade aufwärts zu der Alm — — —

und sag’ auch ihr — — —

nein, sag’ ihr nichts!

Sie weiß, daß unter allen Abschiedstränen

die qualvollste für sie vergossen ist — — —.