Mein Lied

Peter Rosegger · Kapitel 133 von 139

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Mein Lied

Der Königin Elisabeth.

(Läßt sich's ereilen?)

Zehen der Jahre,

Zwanzig der Meilen.

Der Königin Elisabeth.

1906.

Gütige Frau und Fürstin,

Wie müßte die Krone dich drücken,

Läg' drunter der Lorbeerkranz nicht

Auf der glühenden Stirn.

Der Urania in Wien.

Das Nützliche weihet mit Schönheit,

Die Schönheit mit Würde,

So gründet auf Erden ihr kühn

Der Urania Reich.

Auf Einladung zu einer Scheffelfeier.

1903.

Ich ehre den Dichter nach meiner Art,

Und das ist die schönste Scheffelfeier.

Weißt du, worin sie besteht, mein Treuer?

Ich lese zu Hause den »Ekkehardt«.

Einem Sprachvereinsfeste.

Nun schärfet den Spaten

Und furchet sein wacker

Den siechenden Acker

Der kahlköpfig glatten

Vertrockneten Sprache.

Und streut in die Brache

Papierner Mache

Die kräftigen Saaten