Mein Lied
Tafelgruß zu einer Vermählung.
So steht's geschrieben denn:
Heil sei den Liebenden,
Die heut im siebenten
Himmel frohlocken.
Lasset nun diese Zwei
Im Paradiese frei
Wundersam süße Mai-
Blümlein brocken.
Doch ist's leicht selig sein,
Wenn uns den Himmel ein
Andrer gebaut.
Denk' ich dein, lobesams
Stammhaus des Bräutigams,
Denk' ich dein, Stammhaus
Der lieblichen Braut.
Segle nun frohgemut,
Schifflein, auf hoher Flut,
Unter den Sternen der Liebe und Treu.
Ich will zu dieser Stund'
Preisen der Eltern Bund,
Leuchtendes Vorbild der glücklichen Zwei
Preise, mein Weihgesang,
Waldsängers Treugesang,
Preise den Schöpfer
Der künftigen Welt.
Was einst in Fleiß und Recht
Erntet ein neu Geschlecht,
Haben weitschauende
Ahnen bestellt. —
Grenzstein der neuen Zeit
Und der Vergangenheit
Ist der zur Trauung
Geschmückte Altar.
Wenn ich des Rheines Reb'
Urdeutschen Wein erheb',
Grüß ich dich, junges,