Mein Lied

Peter Rosegger · Kapitel 23 von 139

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Mein Lied

Ein Lied, ein Schwert und einen Gott!

Reiße vom Strande dich,

Eh' fremde Bande dich

Festgewebt; nimmer ihr

Sklave sollst sein.

Denn deine größte Kraft

Und deine Meisterschaft

Sproßt aus der heimischen

Erde allein. —

Panzre mit Steirererz,

Land, deines Sohnes Herz,

Heb auf den Schild ihn

Des leuchtenden Firn.

Kränze mit Lärchenreis

Und mit dem Edelweiß

Würdig des Älplers

Teutonische Stirn. —

Östlicher Rosenhauch,

Südlicher Lorbeerstrauch

Gleicht nicht des Tannenbaums

Duftendem Reis.

Was auch in weiter Welt

Herrliches aufgestellt,

Heiliges Heimatland,

Dir sei der Preis!

 

Ein Lied, ein Schwert und einen Gott!