Mein Lied
Dem Heimatlande.
Deutscher Heimat süße Sänge
Klingen in den lauen Lüften,
Schlagen an die Felsenhänge,
Wehen über Seen und Triften.
Auf der weiten Gotteserden
Wird kein schöneres Land gefunden;
Durch weißgrüne Bande werden
Mit dem Himmel wir verbunden.
Auf die Scholle sinkt der Sänger,
Daß er fromm das Erdreich küsset:
O geliebtes, heiliges Waldland
Steiermark, sei uns gegrüßet! —
Heimatfreude ist getragen
Von des Liedes Ätherschwingen,
Unsre Lust ist nicht zu sagen,
Darum müssen wir sie singen.
Dem Heimatlande.
Hörst du das Läuten, Freund?
Her aus den Weiten, Freund?
Weckt es nicht wonnig des
Wanderers Drang? —
Glaub diesen Glocken nicht,
Laß dich verlocken nicht
Von der Sirene
Weltpreisendem Sang!
Und mußt du dennoch fort,
Jagend von Ort zu Ort,
Suchend die Ziele, die
Nirgendwo sind:
Kehre fein balde um,
Freund, in dein Heiligtum,
Wo du bist Gatte und
Vater und Kind.