Mein Lied

Peter Rosegger · Kapitel 44 von 139

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Mein Lied

Die Schrift im Sande.

Als man dem Herrn

Die Sünderin verklagt,

Da hat er bloß gesagt:

Wer selber sich weiß rein,

Der werfe seinen Stein!

Dann schrieb er etwas in den Sand ...

Sie gingen hin und guckten, was da stand.

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Verstanden hat's wohl jeder,

Der's geschaut.

Doch keiner hat sich's

Zu sagen getraut.

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Mit erbarmendem Lieben

Hat er es auf Sand geschrieben,

Wo es der Wind verweht.

 

Huldigung.

Die Frauen,

Sie bauen

An unserm Vertrauen

Im Spinnen

Und Sinnen

Am schneeweißen Linnen.

Die Süßen,

Wir müssen

Sie ehren und küssen.

Die Feinen

Und Reinen

Sind es, die wir meinen.