Mein Lied

Peter Rosegger · Kapitel 50 von 139

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Mein Lied

Welt

Mein Ideal.

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Ein schöneres Ideal hat noch niemand geträumt, Als meine sehnende Seele es hegt,

Ich seh' ein Paradies auf Erden erstehn,

Das wieder die F r e u d e , die L i e b e trägt.

Ich sehe die Völker des Erdenballs

Im Glanze der glorreichen Einheit stehn,

Ich seh' auf den Zinnen der Treue, des Rechts,

Der Bildung, die Fahne des Friedens wehn.

Ich seh' nur die Waffe des Geistes gezückt

Zum Trotze dem Mordblei, zum Trotze dem Schwert; Ich sehe das Eisen dem Baue des Felds,

Der sausenden Werkstatt zugekehrt.

Ich sehe die Frau am häuslichen Herd,

Keine Sklavin der Willkür, der Mode mehr.

E i n e P r i e s t e r i n , t r a u n , d e r w ä r m e n d e n G l u t, An der Liebe Altar, des Hauses Ehr'.

Ich ahne — ich sehe die herrliche Zeit,

Ich sehe zur Wahrheit die Schönheit sich reihn,

Die Völker in Liebe verschlungen und frei,

Ich sehe die Menschen — M e n s c h e n sein!

 

Wir weichen nicht von unsren Idealen!

Wir weichen nicht von unsren Idealen,

Sie schmücken, adeln dieses Erdenwallen,

Sie ehren uns,

Der Niederträchtigen Hohn wird uns zum Ruhm. Ums welterlösende geweihte Heiligtum Wir wehren uns!